Heulen mit den Wölfen
Ein Theaterabend über Fußball und Ausgrenzung, mit Nürnberger*innen und Ensemble von Ron Zimmering und Maren Zimmermann
1933 erhält Franz Anton Salomon einen Brief vom 1. FC Nürnberg, in dem ihm mitgeteilt wird, dass er aufgrund seines jüdischen Glaubens aus dem Verein ausgeschlossen ist. Und ausgerechnet dieses Dokument trug er auf seiner mehrjährigen Flucht bis in die USA bei sich – wie sehr muss ihn der Ausschluss getroffen haben?
Salomons Geschichte ist eine von 142 Biografien jüdischer Mitglieder, denen die Publikation „Heulen mit den Wölfen“ von Bernd Siegler gewidmet ist. Vor diesem Hintergrund entsteht in der Regie von Ron Zimmering ein Kaleidoskop aktueller Fragestellungen: Warum ist mein Verein mein Verein? Wie und weshalb wirkt Fußball identitätsstiftend und damit gleichermaßen ausschließend? Denn längst wirkt Fußball in den Diskursen, die er anstößt, weit über das Sportliche hinaus: Wer welche Nationalität wieso hat, die Hymne mitsingt, homosexuell ist, in der Fankurve stehen darf, usw., wird öffentlich diskutiert.
Fans, Fußballerinnen, Expertinnen, Vereinsmitglieder und 1. FCN-Kenner*innen bringen in dieser Inszenierung das Runde ins Eckige, in diesem Fall nämlich: auf die Bühne!
Vorstellungstermine:
- Mi, 15.04.2026, 19.00 Uhr (öffentliche Probe)
- So, 19.04.2026, 18.00 Uhr (Premiere)
- So, 26.04.2026, 18.00 Uhr
- Do, 30.04.2026, 19.30 Uhr
- So, 03.05.2026, 18.00 Uhr
- Mi, 13.05.2026, 19.30 Uhr
- Sa, 30.05.2026, 19.30 Uhr
- Do, 18.06.2026, 19.30 Uhr
- Sa, 27.06.2026, 19.30 Uhr
Diese Schauspiel-Uraufführung entstand in Kooperation mit dem 1. FC Nürnberg und mit freundlicher Erlaubnis des Verlags strafruit publications, in dem Bernd Sieglers Publikation erschienen war.
Foto © Ludwig Olah
Staatstheater Nürnberg
Richard-Wagner Platz 2-10 2-10, 90443 Nürnberg