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Fußball-Fankultur in der Transformationszeit 1989–1994

Thementag „Fußball-Fankultur“

Die Jahre 1989/90 stehen für Umbruch und Wandel: Der Sturz der Berliner Mauer 1989 und die Vereinigung beider deutscher Staaten am 3. Oktober 1990 bedeuteten für zahlreiche Menschen eine völlig neue Lebensrealität und gewonnene Freiheiten. Die Transformationszeit wurde jedoch nicht nur als Befreiung empfunden: Die westdeutsche Dominanz, beispielsweise hinsichtlich des Wirtschaftssystems oder der Verfassung, löste für viele ostdeutsche Bürger:innen das Gefühl des Identitätsverlusts und der Ohnmacht aus.

Diese Ambivalenz der Transformationserfahrungen hat Auswirkungen bis heute. Wo und wie hat in dieser Zeit eine Demokratisierung stattgefunden und wie wurde sie erfahren? Im Rahmen des Projekts UM/BRUCH. Transformationsgesellschaft Ost 1989-1994 werden Transformationserfahrungen unter verschiedenen Themenschwerpunkten beleuchtet. 

Am 24. August lädt die Gesellschaft zur Erforschung der Demokratiegeschichte e.V. zum Thementag „Fankultur“ ein.
Was hat Fußball in der späten DDR und besonders der Umbruchszeit bedeutet? Wie war es, Fan zu sein? Und wie hat dich die Fankultur in den frühen 1990er Jahren verändert?

In der Podiumsdiskussion in der Kernblick-Loge der ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld Jena diskutieren der Sporthistoriker Kai Reinhart, die ehemalige DDR-Nationalspielerin Heidi Vater und der Trainer und erste Mitarbeiter des Fanprojekt Jena Uwe Dern.
Moderation: Liane von Billerbeck (Deutschlandfunk)

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

24.08.2026
18 - 20 Uhr
Jena
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