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Geschichte

Veröffentlichung des Bands "Eine Stütze des Systems? Der Berliner Fußball im Nationalsozialismus"

Die BFV-Studie, herausgegeben von Daniel Küchenmeister und Thomas Schneider, schließt die Lücke bei der Aufarbeitung der Rolle des Fußballs im Nationalsozialismus und untersucht als erster Landesverband die föderale Ebene

Die von den Fußball-Historikern Daniel Küchenmeister und Thomas Schneider konzipierte und herausgegebene Publikation umfasst acht Einzelbeträge von Fachwissenschaftler:innen, die in den zurückliegenden zwei Jahren entstanden sind und verschiedene Aspekte des Themas beleuchten.

Der Klappentext:
Mit dem Berliner Fußball-Verband hat erstmals ein Landes- oder Regionalverband des DFB die Aufarbeitung seiner Geschichte im Nationalsozialismus in Auftrag gegeben. Das vorliegende Buch ist jedoch weitaus mehr als eine reine Verbandsgeschichte. Vielmehr wird aus verschiedenen Perspektiven ein möglichst umfassender Blick auf den Berliner Fußball in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft geworfen. Leitende Fragestellung ist dabei, inwieweit der Berliner Fußball dazu beigetragen hat, das NS-System zu stützen.

Zwei Hauptbeiträge untersuchen das sportpolitische Handeln des Verbandes und seiner Vereine nach dem 30. Januar 1933. Ein besonderer Schwerpunkt in den weiteren Hauptbeiträgen des Buches liegt auf dem Ausschluss der jüdischen Vereinsmitglieder und der Geschichte des jüdischen Fußballs in Berlin, die nach dem 9. November 1938 jäh endete. Zwei abschließende Einzelstudien widmen sich dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde im Grunewald sowie der wechselvollen Geschichte der heutigen Sportschule des Berliner Fußball-Verbandes am Kleinen Wannsee.

Das Buch versteht sich jedoch nicht ausschließlich als wissenschaftliche Abhandlung, sondern auch als Anregung und Fundus für die historisch-politische Bildung im Berliner Fußball-Verband und darüber hinaus.

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