„Sport, Geschichte und Verantwortung“
Veranstaltet von Fanprojekt Leipzig, Lernkurve Leipzig, IVF Leipzig, Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig,
Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Universität Leipzig – Sportwissenschaftliche und Erziehungswissenschaftliche Fakultät findet am 24. und 25.10.2025 an der Uni Leipzig das 4. Vernetzungstreffen historisch-politischer Bildungsarbeit statt.
Anmeldungen sind bis zum 25.09.2025 über diesen Link möglich: Anmeldung zum Vernetzungstreffen 24./25.10.2025 – Workshops & Ausstellung zur Diskriminierung im Fußball
Programmübersicht
Freitag, 24.10.2025
ab 13:00 Uhr: Ankommen (Snack)
14:00 Uhr: lockerer Stadtteil-Rundgang mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit im Leipziger
Westen (optional)
15:30 Uhr: Pause (Kaffee/Kuchen)
16:00 Uhr: Begrüßung und offizieller Beginn
16:30 Uhr: Impulsvorträge und Podium zu Funktionen von Sport in der NS-Diktatur
Referent*innen: Veronika Springmann (Sportmuseum Berlin), Andreas Kahrs (What Matters), Paula
Scholz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
18:30 Uhr: gemeinsames Abendessen (auf Selbstzahlbasis)
Samstag, 25.10.2025
10:00 Uhr: parallele Workshops
13:00 Uhr: Pause (Mittagessen)
14:00 Uhr: „Messe“ für Projektpräsentation und Vernetzung
15:00 Uhr: gemeinsamer Abschluss mit Tischgesprächen
16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Workshop-Angebot
Workshop 1: Fußball als Lernraum – digitale Zugänge zu Geschichte und Gegenwart
Referent*in: Arolsen School
Inhalte:
In unserem digitalen Lernmodul nehmen wir junge Menschen mit auf eine virtuelle Reise über die
Oberfläche eines Fußballs – und stellen dabei eine zentrale Frage: Wer darf eigentlich mitspielen?
Anhand der Schwerpunkte Vereinsleben, Nationalismus und Fankultur thematisieren wir
Zugehörigkeit und Ausgrenzung im Fußball – aus historischer und gegenwartsbezogener
Perspektive. Im Fokus stehen Biografien von Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt
wurden.
Dabei fragen wir auch: Welche Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und
Antisemitismus lassen sich über das gesellschaftliche Großphänomen Fußball bis heute erkennen?
Das Modul verknüpft die Lebenswelt junger Menschen mit historischem Wissen und lädt zur
kritischen Auseinandersetzung und Selbstreflexion ein.
Im Workshop stellen wir auch Funktionen der digitalen Bildungsplattform vor mit einem
Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel von digitalen Tools und analogen Lernräumen. Gemeinsam
entwickeln wir Ideen, wie das Modul in der außerschulischen Bildungsarbeit – etwa in
Fanprojekten, Jugendzentren oder Vereinen – zielgruppengerecht und praxisnah eingesetzt
werden kann.
Workshop 2: Erinnerungsarbeit und Social Media
Referent: Alexander John Bolton (Gedenkstätte Buchenwald)
Inhalte:
Der Workshop beschäftigt sich mit der Verbindung von historisch-politischer Bildungsarbeit mit
Social Media - Plattformen wie Instagram und zeigt dabei Möglichkeiten der digitalen
Erinnerungsarbeit auf – zum Beispiel die Produktion von niedrigschwelligen Instagram-Reels für
Gedenkstätten.
Dabei geht es auch um die gesellschaftliche Relevanz der Sozialen Medien – gerade im Kontext von
Sport, Fankultur und zivilgesellschaftlichem Engagement.
Workshop 3: Vorstellung der Bildungsmaterialien "Sport in nationalsozialistischen
Konzentrationslagern“
Referent*innen: Veronika Springmann (Sportmuseum Berlin), Andreas Kahrs (What Matters)
Inhalte:
Sport hat viele Aspekt. Sport kann Vergnügen sein, aber auch Qual. Die Bildungsmaterialien „Sport
in nationalsozialistischen Konzentrationslagern“ geben die Möglich sich mit diesen Phänomen im
Konzentrationslager zu beschäftigen. Sie zeigen darüber hinaus einen Weg auf, wie Sport zu einem
Ausgangspunkt werden kann, um etwas über die Geschichte des Nationalsozialismus und der
nationalsozialistischen Konzentrationslager zu erfahren.
Veranstaltungsort
Uni Leipzig
Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Marschner Straße 31
04109 Leipzig