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Menschenrechte Fans

Stadionbesuch für alle - im Iran noch ein weiter Weg

Zum ersten Mal seit 37 Jahren durften Frauen im Iran ein Fußballspiel im Stadion anschauen. Doch es zeigt sich: Es ist nur ein kleiner Schritt zu mehr Gleichberechtigung.

Am vergangenen Dienstag ereignete sich im Asadi-Stadion in Teheran ein historischer Moment: Nicht etwa das Länderspiel zwischen Iran und Bolivien (Endstand 2:1) lieferte die große Schlagzeile, sondern der Umstand, dass es Frauen zum ersten Mal seit dem Jahr 1981 wieder gestattet war, ein Fußballspiel im Stadion zu erleben.

Die iranischen Medien berichteten weitgehend positiv darüber, mit dem aus Portugal stammenden Trainer Carlos Queiroz und Nationalspieler Hossein Mahini meldeten sich zudem Fürsprecher der Entwicklung aus dem aktiven Sport zu Wort - der eigentliche Fortschritt ist indes aber gering.

Denn: Nur 100 Frauen war der Zugang gestattet, zudem mussten sich die Iranerinnen in einem von den Männern separierten Bereich aufhalten. Wie Spiegel Online berichtet, kam es von einflussreicher Seite auch schon zu vehementem Protest. Irans Generalstaatsanwalt Mohammad Jafar Montazeri drohte an, rechtliche Schritte einleiten zu wollen, sollten weitere Veränderungen zu Gunsten weiblicher Fußballfans einsetzen - dem Stadionbesuch für alle steht in Iran also noch ein steiniger Weg bevor.

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