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Gewinnende des Julius Hirsch Preises 2026 stehen fest

Mit der Stiftung "Julius Hirsch Preis" erinnert der DFB seit 2005 an den deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch (1892–1943) und alle Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates.

Preistragende des Julius-Hirsch-Preises 2026

Seit 2005 würdigt der DFB durch die Verleihung des Julius Hirsch Preises jegliches Engagement für Vielfalt, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander sowie gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus – und setzt damit ein klares Zeichen. Die Preistragenden in diesem Jahr wurden nun auf der Website des DFB bekanntgegeben und stehen fest:

Erster Preis: Streetbolzer aus Kassel

Der erste Preis geht an Streetbolzer e.V., der 2015 den Fußball-Bildungspreis der Deutschen Akademie für Fußballkulturgewann.
Der Verein nutzt Straßenfußball, um insbesondere Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen zusammenzubringen und ihnen Fairness, Toleranz und Eigenverantwortung zu vermitteln. Kostenlose und niedrigschwellige Fußball-, Bildungs- und Kulturangebote fördern eine demokratische Haltung, unterstützen gesellschaftliche Teilhabe und wirken Diskriminierung und Ausgrenzung entgegen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen sowie inklusive Angebote. Auch Erinnerungskultur und politische Bildung sind zentrale Bestandteile der Arbeit. Seit 18 Jahren setzt das Turnier "Kick Rechts weg" ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Der #SayTheirNames-Cup erinnert seit 2022 an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau. Darüber hinaus nimmt der Verein seit 2020 an Gedenkveranstaltungen für die Opfer von Hanau sowie für Walter Lübcke und Halit Yozgat teil. Insgesamt erreicht Streetbolzer e.V. mit seinen Angeboten jährlich bis zu 15.000 Kinder und Jugendliche. Bei der inhaltlichen Arbeit und der Ansprache junger Menschen kooperiert der Verein unter anderem mit dem Sportamt Kassel, dem Kulturzentrum Schlachthof, Jugendhilfeeinrichtungen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete sowie mit Partnern in Schytomyr in der Ukraine.

Zweiter Preis: SV Borussia Leer

Den zweiten Preis erhält der SV Borussia Leer e.V. Der Verein verbindet Amateurfußball mit einer klaren Haltung für Toleranz, Weltoffenheit und gesellschaftliche Verantwortung. Er engagiert sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der Diskriminierung und macht diese Haltung durch Bildungsveranstaltungen, Ausstellungen und Erinnerungsarbeit sichtbar.
Mit einem Inklusionsteam sowie Angeboten für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte ermöglicht der Verein gesellschaftliche Teilhabe und stärkt den Zusammenhalt. Dabei arbeitet Borussia Leer mit regionalen und überregionalen Initiativen aus den Bereichen Menschenrechte, Seenotrettung und Erinnerungskultur zusammen. Im vergangenen Jahr setzte der SV Borussia Leer sein gesellschaftliches Engagement unter anderem mit Lesungen, Vorträgen, einer Ausstellung zur Geschichte der Sinti und Roma, einem Inklusionsturnier sowie öffentlich sichtbaren Zeichen für Solidarität und Vielfalt fort. Mit der neuen Selbsthilfegruppe "Ankerplatz" schuf der Verein zudem ein regelmäßiges Angebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen.

Dritter Preis: Deutsch-Tschechische Fußballschule

Der dritte Preis geht an die Deutsch-Tschechische Fußballschule e.V. mit Sitz in Rehau (Bayern). Sie bringt seit 2002 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern durch den Fußball zusammen. Ihre Trainingseinheiten, Turniere und Lerncamps verbinden sportliche Förderung mit sprachlichem und kulturellem Lernen, internationaler Begegnung und historisch-politischer Bildung.
Ausdrückliche Würdigung der Jury findet das viertägige Internationale Holocaust-Gedenkturnier mit 20 U 15-Mannschaften aus neun Nationen im April 2026. Im Vorfeld setzten sich die Nachwuchsteams mit der Geschichte ihrer Vereine und Städte während des Holocaust und Zweiten Weltkriegs auseinander. Beim Turnier präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Recherchen und besuchten gemeinsam die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

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