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Aufgestellt und ausgegrenzt

Jüdisches Sportleben in Augsburg und Schwaben

Sport verbindet Menschen – damals wie heute. Sportvereine sind weit mehr als Orte für Wettkampf und Bewegung: Sie fördern Zusammenhalt, Teamgeist sowie Werte wie Respekt und Fairness. Dennoch werden im Sport auch Menschen ausgegrenzt und diskriminiert.

Die Ausstellung, die das Jüdische Museum Augsburg Schwaben gemeinsam mit dem FC Augsburg und Studierenden der Universität Augsburg entwickelt hat, stellt die Lebenswege jüdischer Sportler:innen aus Schwaben vor. Im 19. und 20 Jahrhundert waren Jüdinnen und Juden vielerorts ein selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen und sportlichen Lebens. 

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 bedeutete auch für die Sportwelt einen tiefen Einschnitt. Jüdische Sportler:innen wurden aus ihren Vereinen ausgeschlossen. Zuflucht fanden einige in einem einzigartigen Verein: der Privaten Tennisgesellschaft Augsburg. Wer ins Ausland fliehen konnte, erinnerte sich oft noch Jahrzehnte später an die dort erlebte Gemeinschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb eine kritische Aufarbeitung der Vereinsgeschichten zunächst aus. Bis heute sind Antisemitismus und Rassismus im Sport weiterhin große Herausforderungen. Deshalb sind Erinnerungskultur, die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und Engagement gegen Diskriminierung vielen Sportvereinen wichtige Anliegen – so auch dem FC Augsburg.

Weitere Veranstaltungsformate und Ausstellungsorte sind in Planung. 

Eine Kooperation des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, des FC Augsburg, der Universität Augsburg und der Kunstsammlungen und Museen Augsburg.
Gefördert wird die Ausstellung durch den „Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur“ (PFiFF) des Bundesliga e.V. und den Verein der Freunde und Förderer des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben e.V.

11.09.2026 - 15.09.2026
Augsburg
0,00 Euro
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