Gedenken an verstorbenen Fan des 1. FC Magdeburg
Am 2. Oktober war es in einem Regionalzug zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen, in deren Folge der 25jährige entweder selbst aus dem fahrenden Zug sprang, oder gestoßen wurde. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu, in deren Folge am vergangen Mittwoch verstarb. Die Ermittlungen der Polizei zu dem Vorfall gestalten sich schwierig, da Zeugen bisher die Aussage verweigerten und auf Grund von technischen Problemen kein beweissicheres Bildmaterial von den im Zug angebrachten Videokameras vorliegt. Allerdings sollen sich nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung elf neue Zeugen bei der Polizei gemeldet haben.
Verein, Mannschaft und Fans des 1. FC Magdeburg verliehen ihrer Trauer unter anderem im Rahmen einer Mahnwache vor den Stadiontoren Ausdruck. Zur Partie gegen Rot-Weiß Erfurt am vergangenen Samstag trugen beide Mannschaften 90 Minuten lang Trauerflor. Die 3000 angereisten Magdeburger Fans blieben über weite Teile der Partie stumm und zeigten ein großes Banner mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden Hannes“. Neben der Erfurter Heimkurve waren auch laut dem Portal "Faszination Fankurve" in vielen anderen Stadien Trauerbekundungen von Fußballfans zu sehen. Auch Ultras des Erzrivalen Hallescher FC waren unter den Kondolierenden.
Hannes S. ist in Deutschland der erste Tote im Zusammenhang mit dem Fußballgeschehen seit 26 Jahren.
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