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Menschenrechte

FC Ente Bagdad stärkt Engagement gegen Antiziganismus

Zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma übernehmen die Mainzer Freizeitkicker die IHRA-Definition gegen Antiziganismus.

Noch immer erfahren Sinti und Roma in Europa Verfolgung und Gewalt, müssen unter unwürdigen Bedingungen leben und sind täglich direkten und subtilen Anfeindungen ausgesetzt. Der FC Ente Bagdad, ein Freizeitverein, der für sein gesellschaftliches Engagement mehrfach ausgezeichnet wurde, setzt im Kampf gegen sogenannten "Antiziganismus" zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma öffentlich ein Zeichen. Mit der Übernahme der IHRA Arbeitsdefinition soll das eigene Engagement geschärft werden und weitere Vereine dazu motivieren.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Mainzer Fußballer setzen ein Zeichen für gleichberechtigtes Leben

FC Ente Bagdad übernimmt IHRA-Arbeitsdefinition von Antiziganismus

Mainz, 2. August 2021. Selbst vor Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft oder den aktuell stattfindenden Olympischen Spielen in Tokio macht der Alltagsrassismus nicht halt. Vor den Mikrofonen der Weltöffentlichkeit werden Sportler*innen rassistisch beleidigt und diffamiert. Antiziganismus ist mehr als Alltagsrassismus, er tötet Menschen, wie man an vielen rechtsterroristischen Anschlägen sehen konnte. Ganz zu schweigen von den unerträglichen und unmenschlichen Zuständen, in denen Sinti und Roma in Südost- und Mitteleuropa zum Teil leben müssen. Ein Grund mehr, sich öffentlich gegen diese unerträglichen Gegebenheiten zu wenden. Der Mainzer Fußballverein FC Ente Bagdad macht deshalb einmal mehr deutlich: Es lebe die Vielfalt!

Am 2. August, dem Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma, werden die Mainzer Freizeitkicker nun die „Arbeitsdefinition von Antiziganismus“ offiziell übernehmen. Am selben Tag wird der Verein mit einem Kranz an der Stele in der Mainzer Altenauergasse der Holocaustopfer der Sinti und Roma gedenken. „Wir wollen damit ein starkes Zeichen gegen Rassismus und für ein gleichberechtigtes Leben mit Sinti und Roma setzen. Gleichzeitig sollen auch andere Sportvereine motiviert werden, die IHRA-Arbeitsdefinition als wertvolle Orientierung zu nutzen, um Antiziganismus zu erkennen, zu definieren und zu bekämpfen“, betont Vereinspräsident Ronald Uhlich.

Die „Arbeitsdefinition von Antiziganismus“ wurde im Oktober 2020 von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) verabschiedet. Den vollständigen Wortlaut der Erklärung mit Beispielen finden Sie im Internet unter https://www.holocaustremembrance.com/de/resources/working-definitions-charters/working-definition-antigypsyism-anti-roma-discrimination

Nähere Informationen auch unter www.ente-bagdad.de

Die Kranzniederlegung findet am 2. August um 15 Uhr an der Gedenkstele in der Altennauergasse in Mainz statt. Pressevertreter sind herzlich eingeladen.

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