Wie sich die AKP im Fußball einnistet
Die Türkei gilt als ein fanatisches Fußballland. Das will auch die Politik für sich nutzen. In Verband und Vereinen wurden dafür scheinbar AKP-nahe Funktionäre installiert. Sie nehmen im Hintergrund Einfluss auf den Spielbetrieb. Die Verflechtungen reichen bis in den Bankensektor, wo einst Erdogans Schwiegersohn arbeitete, der heutige Energieminister.
Leidtragende sind Opposition und Fans. Auch der ehemalige Bundesliga-Profi Deniz Naki (St. Pauli und Paderborn) bekam das zu spüren. Nach der Pokalsensation mit dem kurdischen Verein Amed SK (Einzug ins Viertelfinale nach dem Sieg gegen Bursaspor) widmete er den Erfolg den Opfern der Kämpfe zwischen Kurden und Regierungspartie. Daraufhin wurde er für 12 Spiele gesperrt - ideologische Propaganda sei das, lautete der Vorwurd des Türkischen Fußball-Verbands.
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