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Menschenrechte

Fall Sulley Muntari - ein gefährliches Signal

Spieler wird für Protest über rassistische Schmähungen gleich mehrfach bestraft.

Gerade einmal vier Jahre ist es her, als Kevin-Prince Boateng im Trikot des AC Mailand in Folge rassistischer Schmähungen von den Rängen demonstrativ das Spielfeld verließ. Für diese symbolische Aktion erhielt der Spieler viel Lob, sprach in der Folge sogar vor den Vereinten Nationen.

Am vergangenen Wochenende wurde Sulley Muntari von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt. Nachdem der Spieler von Delfino Pescara selbst mehrfach erfolglos das Gespräch suchte, beschwerte er sich beim Schiedsrichter. Der zeigte ihm die gelbe Karte, Muntari verließ danach aus Protest den Platz - und wurde dafür im Nachhinein sogar noch vom italienischen Verband bestraft. (Bericht bei kicker.de)

"Football against Racism in Europe" (fare) kritisiert den Umgang mit dem Spieler scharf. Die vielen Anstrengungen, die der Verband mittlerweile bei der Rassismusbekämpfung leiste, würden durch ein solches Vorgehen konterkariert. (englisch)

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