"Edi" Schaffer: Für immer unvergessen
Sein Markenzeichen, ein grüner Pullover, den er während der Spiele für seinen "Club", den 1. FC Nürnberg stets zu tragen pflegte, ist eines der herausragenden Exponate im kleinen Vereinsmuseum des fränkischen Altmeisters. Im Alter von 95 Jahren ist sein Besitzer, der legendäre Torwart Eduard Schaffer am 1. Mai 2017 in Nürnberg verstorben.
Schaffer, den alle nur "Edi" nannten und der zwischen 1947 und 1958 über 400 Partien für den Club absolvierte, stand exemplarisch für ein besonderes und oft wenig beachtetes Stück Fußballgeschichte. 1921 im böhmischen Dux, im heutigen nordtschechischen Duchcov geboren, wurde er als junger Mann 1940 in die Wehrmacht eingezogen und als Soldat im fränkischen Schwabach stationiert. Während des 2. Weltkrieges war er Teil einer Soldatenmannschaft, Burgstern Noris, die zum Großteil aus Spielern des 1. FC Nürnberg und der SpVgg Fürth bestand. Nach 1945 wurde Franken zu seiner zweiten Heimat. Im Jahr 2009 berichtete er auf Einladung der deutschen Akademie für Fußball-Kultur über seine Erfahrungen aus dieser Zeit. Es war, nicht nur für Schaffer, ein sehr emotionaler Augenblick.
Als Nürnberger Meisterspieler ohnehin - 1948 stand er im Tor, als der Club gegen den 1. FC Kaiserslautern den Gewinn der erstmals nach Kriegsende wieder ausgetragenen Deutschen Meisterschaft feiern durfte - aber auch als Persönlichkeit bleibt „Edi“ Schaffer unvergessen.
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