Fußballkneipe des Jahres - Das Siegerlokal

 

Stadion an der Schleißheimer Straße

Seit der Eröffnung im Oktober 2006 ist aus einer Bierlaune heraus ein formvollendetes Gesamtkunstwerk geschaffen worden. Das Stadion an der Schleißheimer Straße trägt seinen Namen nicht zufällig: Von den Wänden springt Gästen die Fußball-Kultur in Form von unzähligen Fandevotionalien förmlich entgegen. Die Optik wird architektonisch konsequent fortgesetzt. Durch lokaleigene Tribüne, Stehplatzblock, Auswechselbank und Spielertunnel teilt man mit einem Stadion weit mehr Gemeinsamkeiten als bloß den Namen. So viel Kneipe muss dann am Ende aber doch sein: Es gibt natürlich eine Theke.

Der ideale Ort, um Spiele des Herzensvereins zu verfolgen – und zwar für Fans jeglicher Couleur. Denn die Geschäftsführenden Gesellschafter Holger "Holle" Britzius und Michael "Michel" Jachan lassen so ziemlich alles über den Bildschirm flimmern, was sich mit dem runden Leder beschäftigt. Sie stellen die technische Ausstattung bereit, um bis zu fünf Spiele gleichzeitig zu zeigen. Überparteilichkeit ist höchstes Gut: Die Gäste haben das Lokal mit Fanartikeln verschiedenster Klubs aktiv mitgestaltet und auch sonst hat sich die Kneipe ganz bewusst keinem bestimmten Verein, sondern dem gesamten Fußball verschrieben. Willkommen sind alle, solange sie Respekt, Toleranz und Fairness mitbringen.

Mit unzähligen – gelegentlich sogar von Sportkommentator Uwe Morawe live kommentierten – Übertragungen der Bundesliga, 2. Liga, 3. Liga, des DFB-Pokals, der Champions und Europa League, Länderspielen, Partien bei EM und WM endet das Programm des Stadions an der Schleißheimer Straße noch lange nicht. Viel mehr wird hier auch jenseits der Spieltage Fußball-Kultur zelebriert. Namhafte Chronisten des Sports wie Christoph Biermann, Dietrich Schulze-Marmeling, Ronald Reng und die 11 Freunde-Redaktion sind regelmäßig mit ihren Machwerken zu Gast. Gleichzeitig ist der Blick für die liebevollen Details, die den Fußball so wunderbar machen, ganz besonders aufmerksam. Lesungen mit den Wochenendrebellen, regelmäßige Beschäftigung mit Amateurfußball oder über 80 Ausgaben des hauseigenen Fußballquiz' sprechen eine ganz eigene Sprache.

Man widmet sich ebenso klar den kritischen Seiten, zeigt beispielsweise den Film "Liga Terezin", lässt Ronny Blaschke über Neonazis im Fußball referieren oder Uli Borowka von seiner Alkoholabhängigkeit berichten. Und scheut nicht einmal davor zurück, mitten in München einem Patriarchen an den Karren zu fahren, in dem man "Die Akte Hoeneß" öffnet.

Auch Radio- und TV-Produktionen nutzen das Lokal gerne als Studio. Die Vorjahrespreisträger des ebenfalls in München beheimateten Rasenfunk, die den easyCredit-Fanpreis 2018 als "Podcast des Jahres" abräumten, besuchten Holle und Michel für ein Tribünengespräch in ihren heiligen Hallen. Erschöpft wirken die Inhaber angesichts all dieser Aktivitäten keinesfalls, unterstützen sie mit ihrer Arbeit doch regelmäßig soziale Projekte und erproben neue Formate, wie die seit 2018 ins Programm aufgenommene Fußball-Comedy "Rabona".

Wie viel Herzblut muss in ein Lokal fließen, bis es diese Atmosphäre entwickelt und der Fußball-Kultur in einer derartigen Bandbreite ein Zuhause bietet? Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur und easyCredit freuen sich, das  Stadion an der Schleißheimer Straße durch den mit 5.000 Euro dotierten easyCredit-Fanpreis bei zukünftigen Projekten auch ganz praktisch unterstützen zu können!

Die Auszeichnung "easyCredit Fanpreis des Jahres" ist mit einem Preisgeld von 5000 € dotiert - gestiftet von easyCredit. Zudem erhält der Sieger die begehrte Preisfigur MAX.