Der Walther-Bensemann-Preis ehrt das Andenken an den Gründungsvater des kicker-sportmagazin, Walther Bensemann. Der Preis zeichnet Personen der Zeitgeschichte aus, deren langjähriges Wirken in der Tradition Walther Bensemanns steht; Menschen, die Herausragendes für den Fußball geleistet haben und dabei vielleicht auch gegen den Strom schwimmen mussten: Ein Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement mit Mut und Pioniergeist, für gesellschaftliche Verantwortung, Fairplay und interkulturelle Verständigung im Umfeld des Fußballs.

Über die Vergabe des Sonderpreises entscheidet eine Jury der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur  bestehend aus dem Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Rainer Holzschuh (Herausgeber kicker-sportmagazin), Toni Schnell (Geschäftsführer Olympia-Verlag GmbH), Jörg Jakob (Leiter der Chefredaktion kicker-sportmagazin) und, für den Akademie-Partner Teambank, Alexander Boldyreff (Vorstandsvorsitzender Teambank AG) sowie Theophil Graband.

 

Über Sir Alex Ferguson:

Bereits zu Lebzeiten wurde eine Tribüne des „Old Trafford“-Stadions in Manchester nach ihm benannt. Vor den Stadiontoren grüßt er Fans und Spieler lebensecht in Bronze: Alex Ferguson ist der Mann, dem Manchester United den Aufstieg zu einem der bekanntesten und größten Fußballklubs der Welt hauptsächlich verdankt. Ferguson, in bescheidenen Verhältnissen 1941 im schottischen Glasgow geboren und dort „Alec“ genannt, reüssierte als Fußballer unter anderem in der schottischen Nationalmannschaft und bei den Glasgow Rangers von 1957 bis 1974. Weitaus erfolgreicher geriet die Karriere des Walther-Bensemann-Preisträgers 2016 nach seinem Wechsel auf die Trainerbank. Mit dem Aberdeen F.C. errang er mehrfach den schottischen Meister- und Pokal-Titel. Krönung der Jahre von 1978 bis 1986 im schottischen Nordosten war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1983. 1985 bis 1986 wirkte er zudem als Nationaltrainer Schottlands.

Seinen Ruhm als einer der erfolgreichsten Vereins-Fußballtrainer aller Zeiten begründete er vor allem als Manager des englischen Traditionsklubs Manchester United. Sein Amtsantritt 1986 markierte den Beginn einer 27 Jahre währenden Ära, in der Manchester unter anderem 13 Mal den englischen Meistertitel, fünfmal den englischen Pokalsieg sowie zweimal den Erfolg in der Champions League feiern durfte. Insgesamt 38 offizielle Titelgewinne konnte Ferguson mit den „Red Devils“ feiern. Persönliche Auszeichnungen nicht mitgezählt. Nach seinem offiziellen Rücktritt 2013 engagierte sich Sir Alex Ferguson unter anderem als Botschafter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF und stach als Referent an renommierten Universitäten hervor. 1999 war er aufgrund seiner Verdienste in den Adelsstand erhoben worden.

"Bei aller Härte Spieler auch immer emotional mitgenommen"

Rainer Holzschuh, kicker-Herausgeber und Juryvorsitzender, auf der Pressekonferenz: "27 Jahre Chefcoach beim gleichen Verein zu sein und dabei zwei Jahrzehnte lang die Mannschaft ständig auf Weltklasseniveau zu halten, ist eine sicher unwiederbringliche Leistung. Alex Ferguson hat mit enormem Fachwissen, Strahlkraft und viel Cleverness Manchester United zu international hochrangiger Fußball-Kultur und damit zu einem weltweit beliebten Produkt geformt. Imponierend vor allem, dass er bei aller Härte, die er als Chef zeigen musste, die Spieler auch immer emotional mitgenommen hat – wie sich in vielen öffentlichen Äußerungen von Beckham, Cristiano Ronaldo oder Roy Keane immer wieder zeigte. Seine private Seite unterscheidet sich vom gestrengen Manager durch Gemütlichkeit und vielseitige Interessen. Dass er sich nach wie vor eher als Schotte denn als Engländer fühlt, zeigt der dezente Hinweis gegenüber Vertrauten, ihn mit dem heimischen Alec statt dem globalen Alex anzusprechen."

Sir Alex Ferguson hat den Walther-Bensemann-Preis 2016 am 21.10. in Nürnberg persönlich entgegen genommen. Den Preis hat das kicker-sportmagazin mit 10.000 Euro dotiert.

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird gestiftet vom kicker-sportmagazin. Dazu gibt es den Ehren MAX.