Russkij Futbol

mit Martin Brand und Julia Glathe

Seit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 nach Russland wird in Fan-Kreisen viel gesprochen und prognostiziert. NGOs und Menschenrechtsorganisationen schalten sich in die Diskussionen ebenso ein wie Politiker und Gewerkschaften. Angesichts der Erfahrungen aus den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotchi wird von Vielen nicht mehr oder weniger erwartet, als eine neue "Putin-Show".

Einen umfassenden wie reflektierten Blick auf den Stand der Dinge kurz vor Beginn der Weltspiele des Fußballs bietet die Aufsatzsammlung „Russkij Futbol“. Die Texte aus der Feder von Fachleuten aus Wissenschaft, Kultur, Journalismus und Kunst befassen sich mit der Geschichte des Fußballs in Russland – von den Anfängen im Zarenreich bis zu der modernen Ausprägung des Sports in den 2010er Jahren. Aber auch Fußball-Architektur, Frauenfußball, das Entstehen organisierter Fankultur, Hooligans, Neonazis oder weltoffene Faninitiativen sowie der skandalträchtige Weg zur Fußball-WM 2018 sind die Schwerpunkte. »Russkij Futbol« lädt ein, den russisch-sowjetischen Fußball zu entdecken – als Sport, als Massenphänomen, als Subkultur und nicht zuletzt auch als Politikum.  

Martin Brand ist Redakteur der „Russland-Analysen“ am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien in Berlin. Studium der Politikwissenschaft an der FU Berlin, derzeit Promotionsprojekt zur Sozialpolitik in Russland, Belarus und der Ukraine. Als freier Autor beschäftigt er sich mit der Kulturgeschichte des Fußballs.

Julia Glathe ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Sie forscht dort zu Politisierung und Radikalisierung von Fußball-Hooligans, zu sozialen Bewegungen und zu Migration und Migrationspolitik in Russland.

Veranstalter: Deutsche Akademie für Fußball-Kultur in Kooperation mit dem Z-Bau Haus für Gegenwartskultur

03.06.2018
17 Uhr
Nürnberg
Z-Bau
Frankenstraße 200, 90461 Nürnberg
8,00 Euro
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