Fußballbuch des Jahres: "125 Jahre. Vom VfB zum 1. FC Lokomotive Leipzig"

Das "Lok-Buch" überzeugt nicht nur durch seine außergewöhnlich gelungene Gestaltung – es gibt zudem tiefe Einblicke in die Geschichte der DDR Oberliga. Die Autoren Thomas Franke, Marko Hofmann und Matthias Löffler freuen sich über ein Preisgeld von 5.000 Euro, gestiftet vom Akademie-Hauptsponsor easyCredit.

Seit 2006 vergibt die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur den Preis für das beste   Fußballbuch der Saison. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert und wird vom Akademie-Hauptsponsor easyCredit gestiftet. Eine elfköpfige Jury aus führenden Autorinnen und Autoren, Sport- und Kulturjournalisten wählte " 125 Jahre. Vom VfB zum 1. FC Lokomotive Leipzig" von Thomas Franke, Marko Hofmann und Matthias Löffler zum Fußballbuch des Jahres 2019. Die drei Preisträger werden den Preis bei der Gala zur Verleihung der Fußball-Kulturpreise am 25. Oktober 2019 in der Nürnberger Tafelhalle persönlich entgegen nehmen.

Nach den Nominierungen 2007 und 2012 ist die Freude der Preisträger besonders groß: "Diese Auszeichnung ist für uns eine große Ehre und war im ersten Moment auch ein ziemlicher Schock – positiver Natur. Nach zwei Nominierungen mit Büchern, an denen wir drei mitgewirkt haben, freuen wir uns nun natürlich riesig über diesen Preis. Gerade in einer Zeit, in der die Fußballkultur sehr absurde Züge angenommen hat, ist es wichtig, die komplexe und weiter fortzuschreibende Geschichte des Ersten Deutschen Meisters zu erzählen. Vielen Menschen gilt unser Dank, vor allem den Zeitzeugen."

Erstmals kein Ranking

Erstmals seit 2006 entschied sich die Jury in der persönlichen Sitzung gegen die Bekanntgabe des Rankings der  Shortlist. Die Vielfalt dieser Werkschau der Fußballliteratur stehe für sich. Der Sieger ist dennoch kein Kompromisskandidat. "125 Jahre" gewinnt als außergewöhnliches Fußballbuch, das in der Hall of Fame der Deutschen Fußball-Kulturpreise eine Lücke füllt: 30 Jahre nach dem Mauerfall steht erstmals der Osten der Republik im Mittelpunkt eines Siegertitels.

 Zur Rezension des Siegerbuchs

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