"Who made your clothes" Bundesliga?

Zur Fashion Revolution Week müssten sich auch die Bundesligisten kritische Fragen stellen lassen. "Gesellschaftsspielchen"-Diskussion am 17. Mai greift das Thema auf.

Vier Jahre ist es her, als in Bangladesh ein Gebäude voller Textilfabriken einstürzte und mehr als 1100 Arbeiter/-innen starben. Der 24. April ist seither Fashion Revolution Day, der - auch weil sich eher wenig an den oft katastrophalen Bedingungen geändert hat - zu einer ganzen Woche ausgedehnt wurde. Verstärkt macht etwa die Kampagne für saubere Kleidung aktuell auf die Herkunft unserer Kleidung aufmerksam und fordert zum Umdenken auf.

Ein solches Umdenken müssten eigentlich auch die Fußball-Bundesligisten erwägen. Denn die Ausbeutung, die mit der Produktion von Fußballtrikots und Bällen oft verbunden ist, passt so gar nicht zu deren neu entdeckter sozialen Ader. Ronny Blaschke, der zahlreiche solcher Widersprüche in seinem Buch Gesellschaftsspielchen gesammelt hat, beschreibt das Dilemma so: "Einerseits unterstützen alle Vereine Bildungsinitiativen für benachteiligte Kinder. Andererseits machen sie sich von Sportartikelherstellern abhängig, die junge Näherinnen in Niedriglohnländern ausbeuten." (faz.net)

Gemeinsam mit Ronny Blaschke und Maik Pflaum von der Christilichen Initiative Romero greifen wir dieses Thema am 17. Mai in Nürnberg in einer Diskussionsveranstaltung auf: Fußball zwischen Hilfsbereitschaft und Heuchelei