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"Der Verein wurde heute beerdigt"

Der Traditionsverein Tennis Borussia Berlin hat eine außergewöhnlich aktive Fanszene - auf der gestrigen Mitgliederversammlung allerdings eskalierte der Konflikt mit dem Investor.

Die Diskussion um den steigenden Einfluss von Investoren auf den Fußball wird aktuell vor allem mit Blick auf Spitzenvereine wie Paris St. Germain, dem FC Chelsea oder auch den RB-Vereinen in Leipzig, Salzburg und New York geführt. Doch auch in der fünftklassigen Berlin-Liga ist dies aktuell Thema. Gerade bei Tennis Borussia Berlin, der nicht nur sportlich viel Tradition mitbringt, sondern auch für seine besonders aktive Fanszene bekannt ist, spielte sich bei der gestrigen Mitgliederversammlung ein trauriges Spiel ab: Offenbar zahlreiche Neumitglieder setzten bei den Wahlen zum Aufsichtsrat die Kandidaten von Investor und Vorstandsvorsitzenden Jens Redlich durch, Anwesende berichten von vereinzelten Bedrohungen und einer einseitigen Versammlungsleitung.

Ann-Kathrin Hipp kommentiert die Vorgänge im Tagesspiegel unter dem Titel Die Demokratie wird zermalmt, Fans sprechen von der "Beerdigung des Vereins", unter dem Hashtag #tebemv gibt es zahlreiche Reaktionen. Redlich findet aber auch Unterstützung, stehe er doch für Stabilität und die Chance auf sportlichen Erfolg. Hintergründe gibt es hier, ein Chronik des lange schwelenden Konflikts aus Fansicht auf dem Blog des freien Journalisten Soeren Kohlhuber.

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