Menschenrechte

"Alles muss man selber machen" – FC St. Pauli stellt Trikots künftig selbst her

Weil die Hamburger keinen Ausrüster fanden, der ihren Nachhaltigkeits-Kriterien entsprach, produzieren der Verein seine Trikots ab der kommenden Saison selbst. Das Ziel: Die nachhaltigste Teamsport-Kollektion der Welt.

Logo der Marke DI!Y

Bei der Mitgliederversammlung von 2016 beauftragten die Mitglieder ihren Verein nachhaltig und fair zu produzieren. Daraufhin gründete sich die AG Nachhaltigkeit, die sich seit 2019 in der Merchandisingabteilung involviert ist. Die Suche nach einem Ausrüster, der den Kriterien von Nachhaltigkeit und Fairness in der Produktion gerecht wird, scheiterte. Deshalb beschloss der Verein ab der Saison 2021/22 das Trikot und die komplette Team-Ausrüstung selbst herzustellen. Insgesamt 60 Teile soll die Kollektion umfassen.

Dafür wurde die Marke DI!Y entwickelt. "DI!Y leitet sich im Übrigen aus dem Begriff DIY 'Do it yourself: Mach es selber' ab. Genau darum geht es beim FC St. Pauli: Nicht immer nur meckern, sondern selber besser machen", erklärt Präsident Oke Göttlich auf der Vereins-Webseite. So soll die nachhaltigste Teamsport-Kollektion der Welt entstehen. Davon sollen auch andere Vereine profitieren. Neutrale Trikotsets können von anderen Clubs erworben werden. Die Produktion der Spielkleidung wird in der Türkei stattfinden. Der FC St. Pauli arbeitet dort bereits seit einigen Jahren mit einer Produktionsstätte zusammen.

Mitten in der laufenden Saison -  am 1. Dezember - wird das Trikot präsentiert und geht auf der Webseite www.joindiiy.de in den Vorverkauf. In den ersten vier Wochen der Vorbestellungsphase können Fans statt des Hauptsponsors den eigenen Namen auf das Trikot flocken lassen. Das "hausgemachte" Trikot wird 69,95 Euro kosten. Fünf Euro weniger als das Shirt vom bisherigen Ausrüster Under Armour. Dieser wurde in den letzten Jahren häufig von St- Pauli-Fans beispielsweise für die Produktion von Militärbekleidung kritisiert.

Mehr Informationen rund um das neue Trikot gibt es auf der Vereinswebseite www.stpauli.com.