Anti-Diskriminierung als Fankultur

Fußball verbindet. Fußball kann aber auch trennen: durch Rassismus, Antisemitismus, Homophobie oder Sexismus. Menschenfeindlichkeit gehört noch immer zur Kulisse des beliebtesten deutschen Sports. Quer durch alle Ligen entladen sich Ressentiments im emotionalen Erlebnisraum Stadion. Aber: Offensiven gegen Rechts im Fußball sind kreativer, vernetzter und nachhaltiger geworden. Fans bereichern mit ihrem Engagement, z.B. durch Lesungen, Kundgebunden oder Gedenkstättenfahrten das Profil ihrer Vereine und füllen auf diese Weise zugleich Lücken, die das Schwinden von Jugendangeboten in vielen Kommunen reißt. 

Zwei Tage vor Beginn der Europameisterschaft in Frankreich lädt das Projekt "Gegen Rechtsextremismus" der Friedrich-Ebert-Stiftung dazu ein, über demokratische Fankultur und Integration durch Fußball zu diskutieren. Im Mittelpunkt wird dabei die Frage stehen, was Anhänger, Vereine und Bildungsinitiativen leisten können, damit Diskriminierung - ob offen oder verdeckt - gar nicht erst entstehen kann. 

08.06.2016
Berlin
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