MAX Morlock, der Namenspatron

Max Morlock im Trikot des 1. FC Nürnberg um 1960

Die Preisfigur für die Gewinner des Deutschen Fußball-Kulturpreises trägt den Namen MAX, in Würdigung des großen Club- und Nationalspielers der 1940er bis 1960er Jahre sowie Weltmeisters von 1954. Max Morlock war Zeit seines Lebens als vorbildlicher Sportler bekannt und blieb trotz seiner sportlichen Erfolge stets menschlich und bescheiden.

Max Morlock wurde 1925 in Nürnberg geboren und wuchs im Stadtteil Gleißhammer auf. Nach zwei Jahren in der Jugend der SpVgg Eintracht Nürnberg wechselte er 1940 zum damaligen Rekordmeister 1. FC Nürnberg, wo er schon als 16-Jähriger in der ersten Mannschaft spielte. Nach dem Krieg führte er den Club 1948 zur Deutschen Meisterschaft, was er 13 Jahre später noch einmal wiederholen konnte. 1961 wurde er zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt, später mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Als rechter Halbstürmer war Morlock zugleich Spielmacher und Torjäger.

Max Morlock beim Kopfball

Er spielte rund 900 Mal in der ersten Mannschaft der Rot-Schwarzen und erzielte dabei fast 700 Tore. Bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz gelangen ihm sechs Treffer für Deutschland, darunter auch der wichtige 1:2-Anschlusstreffer im Finale gegen Ungarn. Neben diesen sportlichen Erfolgen war es vor allem sein diszipliniertes, bodenständiges und bescheidenes Wesen, das Max Morlock weit über Nürnbergs Grenzen hinaus so beliebt machte. 1964 beendete Morlock seine Karriere mit stolzen 39 Jahren und betrieb in der Folge ein Lotto-Toto-Geschäft.

Er starb 1994 in Nürnberg, bleibt bis heute aber unvergessen. Nicht nur die Älteren, die ihn noch auf dem Platz erlebt haben, erinnern sich gerne an ihren „Maxl“. Bis heute gilt Max Morlock als sportliches und menschliches Vorbild.

Max - Die Siegertrophäe

Die MAX-Preisfiguren werden vom Nürnberger Bildhauer Robert "Bubi" Scholz angefertigt. Der gelernte Steinmetz studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und ist seit 1996 freischaffend tätig. Neben figürlich-plastischen Arbeiten in Stein, Gips oder Terracotta beschäftigt sich Scholz mit Druckgrafik, Aquarell und Mosaiken. In Nürnberg, Fürth, Erlangen, Saarbrücken und Amsterdam wurde seine Arbeit bislang ausgestellt.

Die etwa 40 cm großen Terracotta-Statuen wurden erstmals am 5. Oktober 2007 in Nürnberg in fünf Kategorien verliehen. Prämiert werden jeweils das beste Fußballbuch, der beste Fußballspruch und innovative pädagogische Projekte mit dem Lernanstoß-Bildungspreis. Für besondere Verdienste um Völkerverständigung und interkulturellen Dialog wird der Walther-Bensemann-Sonderpreis verliehen. 2007 wurde außerdem der "Fangesang des Jahres" ausgezeichnet, 2008 das "Fußball-Spiel des Jahres". 2009 erhielt das beste Fußballfanzine des Jahres einen MAX.