Fanpreis: "Gefallene Herthaner" und "100 Jahre Erkenschwick"

Die Projekte "100 Jahre SpVgg Erkenschwick" und "Gefallene Herthaner des 1.Weltkrieges" bewerben sich um die "Fußball-Erinnerung des Jahres".

© Uwe Zucchi (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge )

Die Bewerbungsphase zum easyCredit Fanpreis 2017 biegt auf die Zielgeraden ein. Noch bis 31. Mai können sich alle traditions- und geschichtsbewussten Fans mit ihrem Projekt für die "Fußball-Erinnerung des Jahres" bewerben - so wie es die Initiatoren von "100 Jahre SpVgg Erkenschwick" und "Gefallene Herthaner des 1. Weltkriegs" getan haben.

Bei "100 Jahre SpVgg Erkenschwick" geht es, ganz klar, um die Historie des Vereins nahe Recklinghausen. Gerd Böttcher hat 25 Jahre lang diverse Quellen durchforstet, um zum 100-jährigen Jubiläum seiner Vereins im Jahr 2016 eine Chronik herauszugeben. Auslöser für die Sammlung über den Verein war eine Äußerung von Bayern-Torhüter Sepp Maier, der nach der Pokalauslosung in der Spielzeit 1967/68 nicht wusste, wo Erkenschwick denn liegt. Damals verlor der Verbandligist im Achtelfinale gegen die Bayern mit 1:3, heute fristet er sein Dasein in der Oberliga Westfalen (5. Liga). Dennoch kann jeder, der sich über diesen Verein informieren will, alles in der Chronik auf CD nachlesen. 

Gefallene Herthaner einen Namen geben

Bei "Gefallene Herthaner des 1. Weltkriegs" geht es darum, den 36 ehemaligen Spielern von Hertha BSC einen Namen zu geben und zu erforschen, wo sie begraben liegen. Im Rahmen der Recherche wurde u.a. festgestellt, dass der ehemalige Spieler Georg Löwenthal jüdischen Glaubens war. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wird das vorhandene Grabkreuz aus Metall daher gegen eine Grabstelle aus Naturstein mit hebräischen Schriftzeichen austauschen. 

Für die Jugendspieler von Hertha BSC (und alle Fans) bietet dieses Projekt die Möglichkeit, sich mit der Historie ihres Vereins auseinanderzusetzen. So wurden beispielsweise Erkundungsfahrten nach Belgien und Frankreich zu Gräbern organisiert. Im Sommer 2017 ist im Rahmen des 125-jährigen Bestehens von Hertha BSC geplant, eine Gedenkveranstaltung zum 100. Todestag von Max Swensen am 25.6. in Frankreich auszurichten. Für 2018 sind weitere Aktivitäten geplant.

 

 

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