Lobende Erwähnung

„Fit ist der Hit“
Themenwochen FUSSBALL
im Kindergarten „Villa Kunterbunt“, Wald-Ruhestetten
Kernidee des Projekts „Fit ist der Hit“, war es von Anfang an, einen Film zu drehen. Und zwar mit den Zwei- bis Sechsjährigen, die den Kindergarten „Villa Kunterbunt“ im winzigen baden-württembergischen Ort Ruhestetten besuchen.
Den Denkanstoß dazu gab die WM 2006. Der Sommermärchen-Film von Sönke Worthmann, gemeinsam mit den Erzieherinnen in Ausschnitten angesehen, hatte die Kinder fasziniert.
So beschlossen sie, ihren eigenen Film zu drehen – über die WM 2010. Im Vorfeld mussten alle wichtigen Fragen gemeinsam geklärt werden, und so wurde Fußball für mehrere Wochen zum Thema Nr.1 im Kindergarten. Die geografische Lage Südafrikas wurde erforscht und durch einem Besuch beim Globus-Hersteller ergänzt. Eine geplante Szene mit Köchen brachte die Frage nach der Ernährung von Sportlern. Den Kindern wurde anschaulich und beim Selbermachen auch Wissen über gesunde Ernährung vermittelt. Ausgangspunkt aber war die scharfsinnige Kinder-Frage, ob sich denn Fußballer ausschließlich von Nuss-Nugat-Creme ernährten.
Die Kinder machten sich eigenständig Gedanken zur Handlung des Films sowie zu den notwendigen Requisiten. Für die klassische Fußballfilm-Szene „Busankunft im Trainingslager“ wurde der Busfahrer, eigentlich nur für den Transport der Kinder zum Kindergarten zuständig, angefragt. Im Anschluss an den Dreh waren größere Kinder davon überrascht, wie „echt“ die Szene gelungen war. Daraus resultierte unter den Kindern eine lebhafte Diskussion zu realen und fiktiven Szenen in Filmen allgemein.
Inhalte der Themenwochen waren aber natürlich auch vielfältige Mal- und Bastelarbeiten und nicht zuletzt das Fußball-Training (von Kindern geleitet) und -Spielen. Der gesamte Projektzeitraum war von einem hohen Maß an Eigeninitiative der Kinder geprägt, was, laut Erzieherinnen, zu einem wirklich nachhaltigen Lernen beitrug.
Die lobende Erwähnung für „Fit ist der Hit“ rechtfertigt sich durch die Nutzung des Thema Fußballs in so vielfältiger Form – zwischen motorischen, kognitiven, sozialen als auch emotionalen Lernbereichen wurde eine Verbindung geschaffen, die den Kindern durchweg Spaß gemacht hat. Außerdem gelang es den Erzieherinnen, die Routine in der Einrichtung über einen längeren Zeitraum erfolgreich „über Bord zu werfen“ und für Abwechslung zu sorgen. Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren für ein Thema über einen so langen Zeitraum zu begeistern ist zudem außergewöhnlich.





