Der Preisträger

- Traditionell bestimmte das Gala-Publikum den Sieger (c) Karl-Friedrich Hohl
Das Saalpublikum in der Nürnberger Tafelhalle hat entschieden. Nach seinem Sieg im Halbfinale über den Mainzer Trainer Thomas Tuchel, schlägt die Trainerlegende Udo Lattek Jürgen Klinsmann im Finale - und das eindeutig.
Der Fußballspruch des Jahres 2010 lautet daher:
„Im Kölner Stadion ist immer so eine super Stimmung, da stört eigentlich nur die Mannschaft.“
Im Vorfeld der Gala wählte die Jury wie gewohnt die vier besten Sprüche der Saison aus - die dann im K.O.-Verfahren gegeneinander antraten. Das Los bestimmte die jeweiligen Begegnungen.
Der spätere Finalist Klinsmann bekam es zuerst mit seinem ehemaligen Mitspieler und Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1990 - Lothar Matthäus - zu tun. Der aktuelle Nationaltrainer Bulgariens hatte sich mit der Aussage „An den Spekulationen über mich möchte ich mich nicht beteiligen.“ qualifiziert. Doch der Schlüssel in dieser am Ende knappen Begegnung lag in der Mengenlehre. Als TV-Experte kommentierte Jürgen Klinsmann ein Tor David Villas bei der Weltmeisterschaft in Südafrika mit den Worten: „Einfach traumhaft, wie er eins gegen eins geht – gegen zwei Leute.“
Auch Udo Lattek hatte im Halbfinale eine schwere Aufgabe zu bewältigen. Denn mit Thomas Tuchel stand ihm der Trainer des aktuellen Tabellenführers gegenüber. Angesichts dieser Entwicklung mochte sein 'Matchplan' für das Auswärtsspiel bei Bayern München (in der Vorsaison) auch etwas antiquiert wirken: „Helfen würde uns ein schnelles Tor und ein schneller Abpfiff, und vielleicht können wir ja den Mannschaftbus vor unserem Tor parken.“ Ob hier die Langlebigkeit (der 1. FC Köln zierte zum Zeitpunkt der Gala das Ende der Tabelle) des Spruchs den Ausschlag für Udo Lattek gab?

- Claudia Roth und Peter Lohmeyer © Karl-Friedrich Hohl

- Durch die Abstimmung führte Philipp Köster © Karl-Friedrich Hohl

- Auch Hans Meyer - der Preisträger von 2008 - durfte Stellung beziehen © Karl-Friedrich Hohl





