Die Gala 2010
Am 29. Oktober 2010 feierte der Deutsche Fußball-Kulturpreis seinen 5. Geburtstag - wie gewohnt in der Nürnberger Tafelhalle, jedoch in neuer Optik. Moderiert von Katrin Müller-Hohenstein, musikalisch begleitet von der New Orleans Rhythm Brass Band wurden die fünf Preise vergeben. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Walther-Bensemann-Preis, der Otto Rehhagels Lebenswerk honorierte. Seine Anekdoten bildeten das launige Ende einer gelungenen Veranstaltung.
Programmheft 2010 zum Download (pdf, 4,3 MB)
Eindrücke von der Gala 2010 gibt es bei Youtube.
Die Nürnberger Tafelhalle präsentierte sich in diesem Jahr als Fußballstadion, weshalb Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein den Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly nicht auf die Bühne, sondern in den Strafraum zum Gespräch über die Akademie und deren Zukunft bat. Als Schwerpunkt für das nächste Jahr einigte man sich dabei auf die Frauen-Fußball-WM 2011 in Deutschland. Zwei besondere Gäste kamen dafür aufs Spielfeld: Maskottchen Karla Kick stimmte gemeinsam mit WM-Botschafterin Britta Carlson auf das sportliche Großereignis ein.

- Zuschauerränge, Anzeigetafeln, Flutlicht, ein Spielfeld und jede Menge Presse - die Tafelhalle wurde an diesem Abend zum Stadion © Karl-Friedrich Hohl

- Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein mit Nürnbergs OB Dr. Uli Maly © Karl-Friedrich Hohl

- KMH mit Karla Kick und Britta Carlson © Karl-Friedrich Hohl

- Helga Uhlemann, Zeljko Ristic, Karin Plötz, KMH und Norbert Niclauss bei der Preisvergabe © Karl-Friedrich Hohl
»Lernanstoß« Der Fußball-Bildungspreis
Der diesjährige Bildungspreis ging an das Projekt "Fußball trifft Kultur" von LitCam, der Literacy Campaign der Frankfurter Buchmesse. Laudator Norbert Niclauss würdigte den Modellcharakter der Initiative, die sich längst nicht mehr auf den ursprünglichen Standort Frankfurt beschränkt. Gemeinsam mit Zeljko Ristic (Jugendtrainer von Hertha BSC Berlin) nahm LitCam-Direktorin Karin Plötz den Max entgegen - verbunden mit einem Preisgeld über 5000 Euro, gesponsort vom Tessloff Verlag. Geld, das für die Fortsetzung des Programms in Frankfurt verwendet werden soll.

- Jan Suwalski, Sebastian Rasch, Peter Lohmeyer, Theophil Graband und Christof Siemes © Karl-Friedrich Hohl
Fan-Video des Jahres - der easyCredit-Fanpreis
Der easyCredit-Fanpreis wurde in diesem Jahr an des beste Fan-Video vergeben. Gegen über 70 weiteren Bewerbern setzte sich "Die Liebe meines Lebens" durch. Ein 90-Sekünder nach dem Motto "boy meets ball", statt dem gewohnten "boy meets girl", wie es Laudator und Jury-Vorsitzender Christof Siemes formulierte. Unterstützt von Schauspieler Peter Lohmeyer verlieh Theophil Graband (TeamBank/easyCredit) den beiden Verantwortlichen Sebastian Rasch und Jan Suwalski den mit 3000 Euro dotierten Preis. Neben dem Siegerfilm konnten die Zuschauer auch einen Zusammenschnitt der Top11 auf den beiden Anzeigentafeln betrachten.

- Birgit Schönau, Christoph Biermann, KMH und Theophil Graband © Karl-Friedrich Hohl
Fußballbuch des Jahres
Nach zwei zweiten Plätzen in dieser Kategorie durfte der renommierte Sportjournalist Christoph Biermann erstmals den Max für das Fußballbuch des Jahres (dotiert mit 5000 Euro) entgegen nehmen. "Die Fußball-Matrix. Auf der Suche nach dem perfekten Spiel" überzeugte die prominent besetzte Jury um Laudatorin Birgit Schönau. Nach der Preisübergabe durch Theophil Graband bedankte sich der Sieger mit einigen Zeilen seines Werkes.

- Moderator Philipp Köster bei der Publikumsabstimmung © Karl-Friedrich Hohl
Fußballspruch des Jahres
Der Preisträger in dieser Kategorie stand noch nicht im Vorfeld der Veranstaltung fest. Per Publikumsabstimmung - moderiert von 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster - entschied dann Udo Lattek das Rennen für sich, setzte sich dabei gegen seine Trainerkollegen Jürgen Klinsmann (im Finale) und Thomas Tuchel (im Halbfinale) durch. Lothar Matthäus vervollständigte die von der Jury vorher ausgewählte Top 4. Der Fußballspruch des Jahres lautet daher: „Im Kölner Stadion ist immer so eine super Stimmung, da stört eigentlich nur die Mannschaft.“

- KMH, Rainer Holzschuh, Otto Rehhagel, Toni Schnell, Theophil Graband, Ulrich Maly © Karl-Friedrich Hohl
Walther-Bensemann-Sonderpreis
Zum Höhepunkt des Abends wurde Otto Rehhagel mit dem Walther-Bensemann-Preis geehrt. Rainer Holzschuh (kicker-sportmagazin) würdigte in seiner Laudatio das "Kind der Bundesliga", "König Otto" oder "Rehakles" - wie einige seiner Spitznamen lauten - nicht nur für seine außergewöhnlichen sportlichen Erfolge. Vielmehr betonte er auch die menschliche Seite eines Trainers, der immer ein offenes Ohr für seine Spieler hatte. Otto Rehhagel bedankte sich für den mit 10000 Euro dotierten Preis mit einigen Anekdoten aus seiner ereignisreichen Karriere - und sorgte zum Abschluss der großen Gala für jede Menge Heiterkeit.

- Für die musikalische Untermalung sorgte in diesem Jahr die New Orleans Rhythm Brass Band. © Karl-Friedrich Hohl





