Zwischen Kritik und Euphorie

12. Juni 2014: Claudia Roth drückt zur WM die Daumen - vor allem den Demonstranten.

Für viele leidenschaftliche Fans ist es dieser Tage gar nicht so leicht. Mit der Weltmeisterschaft steht eigentlich eine Zeit des Mitfieberns und Mitfeierns bevor. Gerade wenn in Brasilien gespielt wird, sollte es doch ein Leichtes sein, das wunderbare Spiel zu feiern. Vier Wochen lang. Doch mit der Leichtigkeit ist es schon seit einiger Zeit vorbei. Mit Fußball scheinen die Großveranstaltungen nicht mehr allzu viel gemein zu haben. Die großen Verbände scheffeln Geld, Korruption ist allgegenwärtig und die Gastgeberländer tätigen horrende Investitionen, die an anderen Stellen viel notwendiger wären. Akademie-Mitglied Claudia Roth steht genau vor diesem Dilemma. Denn wichtiger als der Erfolg der deutschen Mannschaft ist ihr eigentlich der der Demonstrierenden in Brasilien, wie sie in ihrer Handelsblatt-Kolumne zur WM (im Doppelpass mit Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger) schreibt:  Daumen drücken für den Protest.