"Wir brauchen keine Videoüberwachung"

Vize-Weltmeister Held, Höttges und Lorenz von 1966 zu Gast bei der Eröffnung des 13. 11mm-Fußballfilmfestivals

 

Der grüne Teppich zeigt es: In den nächsten Tagen steht das Babylon-Kino in Berlin ganz im Zeichen des Fußballfilms.
© Christian Schirmer

Prominenter Besuch beim Auftakt des diesjährigen 11mm-Fußballfilmfestivals: Die Vize-Weltmeister von 1966 Horst-Dieter Höttges, Max Lorenz und 'Siggi' Held standen auf der Bühne des Babylon-Kinos in Berlin Rede und Antwort. "Das Tor war nicht drin" zeigte sich Lorenz bei der ewigen Frage zum 3:2 der Engländer in Verlängerung des Finales sicher. Die Einführung eines Video-Beweises, wie es heute oft gefordert wird, befürwortet er trotzdem nicht. Höttges pflichtete ihm bei, formulierte generell: "Wir brauchen keine Videoüberwachung!"

Freiwillige und unfreiwillige Komik - Eröffnungsfilm "Goal" über die WM von 1966

Die Protagonisten von damals beschäftigt das Wembley-Tor also schon längst nicht mehr. Vielmehr erfreuten sie sich über die Stimmung und die Anerkennung, die sie bei der großen Eröffnung des Filmfestivals erlebten. Kurz vorher sahen sie gemeinsam mit dem Publikum die Original-Fifa-Dokumentation "Goal" über die Weltmeisterschaft 1966 in England. Knapp 90 Minuten voller freiwilliger und unfreiwilliger Komik, harten Fouls, Flitzern in Lederhosen und Stars wie Eusebio, 'Bobby' Charlton, Uwe Seeler, dem jungen Franz Beckenbauer, Pelé und dem russischen Torwart Lev Yashin bildeten den Auftakt zum diesjährigen Schwerpunkt Großbritannien. 

Ausblick: Eröffnung des Frankreich-Schwerpunkts und Premiere "Ferne Liebe"

Anlässlich der anstehenden Europameisterschaft kommen auch zahlreiche französische Filme auf die Leinwand des "city kino wedding", das heute Abend mit "Les rebelles du foot" und prominenten Gästen seine Pforten für das Festival öffnet. Im Babylon steht mit der Premiere von "Ferne Liebe" danach bereits das nächste Highlight an. Bis Montag gibt es dann Fußballfilme satt. Wir freuen uns drauf!

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