Wie käuflich ist der Sportjournalismus?

5. Februar 2015: Die Krise der Sportpresse

Kleine Aufmerksamkeiten erhalten die Zuneigung. Wer zu einem Spiel des FC Bayern als Journalist akkreditiert ist, dem wird ein ordentliches Büffet bei reichlich Bier und gutem Wein serviert. Zur Handball-WM in Katar wurden 20 deutsche Journalisten mit allen möglichen Extras eingeladen.

Stefan Osterhaus kommentiert beim  Deutschlandradio Kultur: „Noch vor einem Jahrzehnt wäre es schwer vorstellbar gewesen, dass ein Angebot von so einem Ausmaß angenommen worden wäre. Da war ‚Zeitung machen‘ noch ein einträgliches Geschäft. Doch die Krise, ausgelöst durch die Digitalisierung, den ungehemmten Informationsfluss im Internet, hat die Printmedien in einem Maße erfasst, wie es kaum vorstellbar war. Selbst Flaggschiffe wie die FAZ sparen - nicht zuletzt an den Sportseiten. Für manche freiberufliche Kollegen geht es schlicht und einfach um die wirtschaftliche Existenz. Die Branche ächzt.“