Wer mit dem Feuer spielt

13. März 2012: Nach den Ultras ist vor der (rechten) Gewalt

Innerhalb kürzester Zeit ist Ultra beinahe zu einer Art Staatsfeind avanciert, mindestens aber zur scheinbar größten Gefahr für die Sicherheit und Attraktivität des Profifußballs in Deutschland und Europa. Die Mahner, Warner, Prediger und Scharfmacher wider die Ultras beschwören jedoch Phänomene herauf, die aus den Kurven längst verdrängt schienen. Denn was nach Ultra kommen könnte, wollen viele offenbar weder sehen noch wahrhaben, kommentiert  publikative.org.

„Die aktuelle Debatte um Pyrotechnik beim Fußball hat dazu geführt, dass Sicherheitskräfte und Vereine beinahe ausschließlich damit beschäftigt sind, Ultras abzutasten und per Kamera zu überwachen. Leute mit rechten Szene-Klamotten können hingegen oft unbehelligt durchs Stadion spazieren. Zwar sind dort keine rechten Gesänge zu hören, doch es gibt tatsächlich einige kleine Gruppen am Betzenberg, die sich durch rechte Dresscodes als Neonazis zu erkennen geben.“ (Erwin Ress, Fanprojektleiter des 1. FC Kaiserslautern)