Warum Griechenland nicht gewinnen kann

19. Juni 2012: Ein Wegweiser durch eine griechische Woche

Der Euro, die Wahlen und das Viertelfinale – Christoph Albrecht-Heider präsentiert in der  Frankfurter Rundschau einen Wegweiser durch eine griechische Woche: “Wer hat sich nicht alles zu Griechenland geäußert an diesem Montagmorgen. Ökonomen, Politiker, Fußballer. An Meinungen mangelt es nicht. Meinungen zu Wahlerfolgen und Siegen, zu Verhandlungen und Viertelfinale. Es wird eine griechische Woche geben, so viel steht fest, und die Musik spielt in Athen (Griechen gegen Griechen), in Brüssel (Europäer mit oder gegen Griechen) und natürlich in Danzig (Deutsche gegen Griechen). Manchmal ist es aber auch verwirrend. Am Freitag spielt in Danzig Samaras auf links. Ist der nicht eher rechts und soll in Athen eine Mannschaft zusammenstellen? (...)

Wie immer bei den großen Fragen der Menschheit äußern sich auch Leute, die keine Ahnung von der Sache haben. ‘Die Griechen stehen sehr sicher‘, sagt Rehakles, was die IWF-Chefin Christine Lagarde sofort dementieren würde, wenn Rehakles griechischer Chefökonom wäre. Er ist aber nur Otto Rehhagel. Sein Nachfolger im Amt des griechischen Nationaltrainers heißt Fernando Santos. Der ist Portugiese, weiß also, was ein Rettungsschirm ist und schleudert den Hellas-Kritikern entgegen: ‘Demokratie, Wissenschaft, alles hat in Griechenland begonnen.‘ Bis auf Fußball und den Euro.“