Viagogo auf dem absteigenden Ast

13. August 2014: Ticketbörse verliert wichtige Partner

Unter den regelmäßigen Stadiongängern erntete das Online-Portal, das Tickets zu Wucherpreisen weiter verkauft, eigentlich von jeher breite Ablehnung. Schnell war von „viaNOgo“ die Rede und die Kooperation mit Profivereinen stieß erst Recht auf lautstarke Ablehnung. Die Proteste scheinen sich nun auszuzahlen. Während der in ein Unternehmen umgewandelte Schwarzmarkt in der Spitze auf Partnerschaften mit sieben Bundesligisten bauen konnte, gerät das Geschäftsmodell auf dem Weg aus der Grauzone nun immer weiter ins Straucheln.

Alle Kooperationen sind beendet oder befinden sich in der Auflösung. Darüber hinaus versuchen einige Vereine juristisch gegen den Handel mit den Tickets vorzugehen, die Viagogo nicht direkt von den Vereinen bezogen hat. Wer den Kopf weiter über ein Geschäftsgebaren schütteln will, bei dem der Kunde beispielsweise eine Karte für das Spiel Augsburg gegen Dortmund mit dem siebenfachen Preis des ursprünglichen Kartenwerts bezahlen soll, findet beim  Wall Street Journal ausreichend Anlässe.