Urteil: Mangelhaft

1. Oktober 2013: Fans stellen den Verbänden schlechtes Zeugnis im Kampf gegen Homophobie und Rassismus aus.

Ob DFB, Uefa oder Fifa - laut einer Umfrage ist dem Großteil der deutschen Fans das Engagement der großen Fußballverbände gegen Homophobie und Rassismus zu wenig, wie die  Berliner Zeitung berichtet. Das Ergebnis ist in zweierlei Hinsicht überraschend: Etwa für den DFB, der sich in einer Stellungnahme verwundert zeigt: Man unternehme schließlich Einiges auf diesem Gebiet. Doch überzeugend scheinen solch symbolische Aktionen und etwa Broschüren nicht zu sein. Kritik, die aus politisch aktiven Fankreisen schon lange zu vernehmen ist.

Dass diese Kritik offenbar von so vielen Fans geteilt wird, ist dann wohl die eigentliche Überraschung. Denn das würde bedeuten - tatsächliche Repräsentativität der Umfrage voraus gesetzt - dass mittlerweile eine Mehrheit den Fußball als 'politisch' sieht - und damit mit einem lang währenden Dogma gebrochen wäre.