Unterdrückung von Regisseuren und Fußballfans

10. Februar 2011: Berlinale-Juror Jafar Panahi als Opfer des iranischen Regimes

Am 10. Februar beginnt die Berlinale. Der iranische Regisseur Jafar Panahi war als Jurymitglied vorgesehen, wird an dem Filmfest allerdings nicht teilnehmen können. Nachdem er  im Iran zu einer sechsjährigen Haftstrafe wegen „Propaganda gegen die Führung“ verurteilt und zusätzlich mit einem zwanzigjährigen Berufsverbot belegt wurde, kann er sich aktuell wohl zumindest in Teheran relativ frei bewegen. Reisen ins Ausland sind ihm aber weiterhin untersagt, genau wie Interviews und die Arbeit an Drehbüchern oder Filmen. Die staatlich und religiös motivierte Unterdrückung, deren Opfer Panahi selbst geworden ist, beschreibt unter anderem sein preisgekrönter Film „Offside.“ Das 2006 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnete Werk zeigt den Versuch einiger junger Mädchen, ein Qualifikationsspiel der iranischen Fußballnationalmannschaft zu besuchen, obwohl Frauen dies untersagt ist. Letztendlich können auch sie sich nicht gegen Regime und Repression durchsetzen. International kann Panahi sich hingegen nicht nur der Solidarität der Berlinale-Veranstalter gewiss sein, seine Situation erregt selbst in Hollywood Aufsehen.             

In Berlin macht man unter anderem durch  Pressemitteilungen und Sondervorführungen von Jafar Panahis  Filmen auf die Situation des Regisseurs aufmerksam und  protestiert gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit.