Tatort verärgert DFB-Verantwortliche

25. März 2011: Thema Homosexualität mit Nationalelf in Verbindung gebracht

Auch fünf Tage nach seiner Ausstrahlung sorgt der ARD-Tatort "Mord in der ersten Liga" mit dem Thema Homosexualität im Fußball beim Deutschen Fußball-Bund immer noch für Verärgerung. Ein sich am Ende des Films als schwuler Fußballer outender Hauptdarsteller sagte zur Kommissarin: "Wissen Sie, die halbe Nationalmannschaft ist angeblich schwul, einschließlich Trainerstab. Das ist doch schon so eine Art Volkssport, das zu verbreiten." Diese Sequenz sorgte vor allem bei Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff für Unmut: "Ich finde es schade und ärgerlich, dass die Prominenz der Nationalelf missbraucht wird, um irgendein Thema zu entwickeln oder einen Scherz zu machen", sagte er der Bild-Zeitung.

Verbandschef Theo Zwanziger verteidigte das Drehbuch zwar als wie normale "praktizierte Überzeichnung", man müsse aber auch bei so einem schwierigen Thema "sensibel bleiben und nicht durch unwahre und unnötige Randbemerkungen von den eigentlichen Aufgaben ablenken“.