Stillstand im Millionenspiel

30. Dezember 2010: Und was wird aus der Sportschau?

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge fordert trotz der Krise des Bezahlsenders Sky eine Verdopplung der TV-Erlöse für die Bundesliga, Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hält dies für illusorisch. „Wir müssen realistisch bleiben. Die Marktbedingungen in Deutschland sind völlig andere als in England. Dort hat der Pay-TV-Partner fast zehn Millionen Kunden, macht sechs Milliarden Euro Umsatz und rund eine Milliarde Gewinn. Zum Vergleich: Unser Pay-TV-Partner Sky macht derzeit weniger als eine Milliarde Euro Umsatz. Deshalb kann momentan keiner davon ausgehen, dass Sky sein Angebot verdoppelt“, sagte Seifert.

Offen ist auch die Zukunft der ARD-Sportschau. In Gesprächen mit dem Bundeskartellamt soll geklärt werden, ob es für oder gegen den Wettbewerb spricht, wenn die Sportschau ihre Zusammenfassung der Spiele erst nach 20 Uhr senden darf. Sollte die Sportschau verschoben werden, wäre ein Pay-TV-Partner bereit, mehr Geld zu zahlen. Mehr dazu bei der  Frankfurter Rundschau