"Sachbericht 2012 zur Arbeit der Fanprojekte"

5. September 2012: Alternative zu härteren Maßnahmen: Prävention wird großgeschrieben

Die Debatte um Fangewalt in deutschen Stadien ist in letzter Zeit in den Medien allgegenwärtig. Von vielen Seiten werden härtere Maßnahmen wie längere Stadionverbote oder verstärkte Kameraüberwachung gefordert. Die präventive Fanarbeit wird dabei fast aus den Augen verloren.

Der  Sachbericht 2012 der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) stellt alternative Ansätze vor, die auf Dialog setzen und Hoffnung geben: Neben den Fanbeauftragten der Vereine zählen die 53 Fanprojekte in 47 deutschen Städte als große Stütze in der Fanarbeit. Jedes Projekt hat unterschiedliche Zielsetzungen wie die pädagogische Einzelarbeit mit Jugendlichen oder umfassende Bildungsstrategien. Ein gemeinsamer Schwerpunkt ist jedoch die Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung zusammen mit den Fans.

„Die Fanprojekte sind traditionell in der Jugendarbeit verankert. Durch das Medium Fußball haben wir auch Zugang zu einer sogenannten problematischen Klientel, also jungen Menschen, die durch andere Einrichtungen oft nicht mehr erreichbar sind.“ betont Thomas Beckmann, Leiter des Fanprojekts Mainz und einer der Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte.
In dem Bericht, der auch als  PDF-Dokument heruntergeladen werden kann, fasst die  KOS Fanprojekte und ihre Zielsetzungen zusammen und zeigt, dass es auch andere Wege gibt, Gewalt in Stadien zu verringern.