"Pyrotechnik legalisieren! – Emotionen respektieren!"

4. März 2011: Bundesweite Kampagne von über 50 Ultra-Gruppen

Anfang Dezember 2010 startete die bundesweite Kampagne " Pyrotechnik legalisieren! – Emotionen respektieren!". 55 Ultra-Gruppen aus ganz Deutschland entwickelten ein Konzept, wie man in den Stadien Pyrotechnik als legales Stimmungs-Mittel einsetzen könnte. Die Grundidee ist die Einrichtung von sogenannten Pyrozonen, Bereiche in den Stadien, in denen Pyrotechnik legal abgebrannt werden darf.  Für die Initiatoren bedeutet das auch:
- Schluss mit Böllern, Kanonenschlägen und sonstigen Knallkörpern. Die Dinger sind klein und fies, weil niemand auf den Schlag vorbereitet ist. Und Feierstimmung schaffen sie auch nicht.
- Pyrotechnik gehört in die Hand, auf keinen Fall in die Luft und nach Möglichkeit nicht auf den Boden. Leuchtspurgeschosse sind ebenso tabu wie die “Entsorgung“ von Bengalischen Feuern in den Innenraum, auf's Spielfeld oder in Nachbarblöcke.

Im Januar wurde das inzwischen anwaltlich geprüfte Konzept dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) übergeben. Unterstützt wird das Konzept inzwischen von über 90 weiteren Fanvereinigungen, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte und ProFans. Auch die Zustimmung bei Vereinen wächst langsam, nach Dynamo Dresden, Chemnitzer FC, FSV Zwickau und FC Würzburger Kickers hat jetzt aktuell  Rot-Weiss Essen seine Unterstützung erklärt.

Auch in Österreich finde die dortige Kampagne “ Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ regen Zulauf. Nach der Verschärfung des Pyrotechnikgesetzes im Januar 2010 haben sind dort über 160 Fangruppierungen zu der Unterstützung der Kampagne zusammen gefunden.