"Präventionsmaßnahmen fördern"

22. März 2012: Queer Football Fan Club fordert konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung

In einer Pressemitteilung bezieht der  http://www.qff.de/Queer Football Fan Club (QFF) Stellung zur Häufung von ausländerfeindlichen, homophoben und antisemitschen Vorfällen und fordert Vereine, DFB und DFL zur verstärkten Unterstützung von Präventionsmaßnahmen auf - finanziell wie politisch. Verbale Distanzierung sei zwar richtig und wichtig, reiche jedoch nicht aus.

Die PM im Wortlaut:

"Bestürzt reagiert das Netzwerk der schwul/lesbischen Fußball Fanclubs, Queer Football Fanclubs (QFF) auf die homophoben und Gewalt verherrlichenden Banner am letzten Samstag im Dortmunder Stadion. Mit großer Sorge beobachtet QFF das es immer mehr rechtsradikale Vorfälle im deutschen Fußball gibt. Die antisemitischen Äußerungen in Kaiserslautern, die Konflikte in der Aachener Fanszene, wo rechtsradikale die Ultras Aachen und das Fanprojekt Aachen bekämpfen, die Naziparolen in Zwickau oder auch die homophoben Entgleisungen bei Eintracht Trier im letzten Jahr. Und immer wieder wird von den Vereinen betont, dass es sich um Einzelfälle handelt und man dies nicht duldet. Die  Queer Football Fanclub begrüßen es natürlich, dass die Vereine und auch der DFB und die DFL sich klar gegen Rechtsradikalismus und Diskriminierung positionieren, aber in den Augen von QFF ist das zu wenig. Der verbalen Distanzierung von solchen Ereignissen müssen konkrete Maßnahmen folgen.

Statt ganze Fanszenen in Sippenhaft zu nehmen und diese mit Repressionen zu überschütten, sollten die Vereine, der DFB und die DFL sich verstärkt der Förderung von Präventionsmaßnahmen widmen um die gemäßigten  Fans innerhalb der Fanszenen zu stärken.

QFF fordert daher die Vereine, den DFB und die DFL auf, verstärkte finanzielle Maßnahmen zugunsten der Fanprojekte zu ergreifen. Jedoch müssen durch Unterfinanzierung teilweise ein oder zwei hauptamtliche Mitarbeiter in Fanprojekten eine Fanszene mit mehreren Tausenden Fans, mit präventiver Arbeit gegen Rechtsradikalismus  Diskriminierung und Gewalt, betreuen.

Dazu gehört auch, sich gegenüber der Politik – den Innenminister des Bundes und der Länder- klar für eine massive Steigerung der finanziellen Mitteln durch die öffentliche Hand einzusetzen.

Der Kampf gegen Rechtsradikalismus und Diskriminierung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die der Fußball alleine nicht stemmen kann."