Neues Anti-Doping-Gesetz

16. November 2014: Innenminister De Maiziére erntet teils heftige Kritik

Das kürzlich verabschiedete Anti-Doping-Gesetz gilt als  "Kampfansage an Doper". Nun können Profisportler für den Besitz und den Konsum illegaler Dopingsubstanzen strafrechtlich verfolgt und mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Auch Mediziner und Mittelsmänner müssen mit höheren Sanktionen rechnen als bisher.
Kritiker bemängeln unter anderem, dass sich das Gesetz zu sehr auf den Spitzensport konzentriere und den Breitensport, also Amateure und Freizeitsportler, außer Acht lasse. Auch seien die Richtlinien der WADA, auf die sich das Gesetz zu Teilen bezieht, verfassungswidrig, so Edgar Wagner, Landesbeauftragter für Datenschutz in Rheinland-Pfalz. Demnach sind Spitzensportler dazu verpflichtet, täglich Auskunft über ihren Aufenthaltsort zu geben, um für unangekündigte Dopingkontrollen verfügbar zu sein.