Murphys Law

8. Februar 2011: Pub-Besitzerin klagt vor dem Europäischen Gerichtshof

Karen Murphy, eine Pub-Besitzerin aus Portsmouth, hat sich mit der reichen Premier League angelegt und droht jetzt für Fernsehrechte das zu werden, was Jean-Marc Bosman für die Transfers von Fußballprofis war. Das Milliarden-Geschäft steht vor einschneidenden Änderungen. Murphy, die in ihrer Kneipe englischen Live-Fußball zeigt, nutzte von 2005 an keine Decoder-Karte des englischen Pay-TV-Senders Sky, sondern des griechischen Anbieters Nova, der auch einen englischen Kommentar anbietet. Sie sparte dadurch nach eigenen Angaben rund 6400 Pfund im Jahr, zog sich aber den Ärger von Sky und der Premier League zu. Zweimal verlor die mutige Wirtin vor heimischen Gerichten. Jetzt aber wird Europas höchstes Gericht entscheiden.

„Murphys Law“ schreiben englische Zeitungen bereits, auch wenn das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) noch aussteht. Zumindest hat sich aber die Generalanwältin des höchsten europäischen Gerichts Ende vergangener Woche auf die Seite der mutigen Kneipen-Betreiberin geschlagen und damit die Revolution der Sportvermarktung unterstützt. Mehr dazu bei  weltfussball.de.