Mit Trikot und Uniform

7. Juli 2011: Sechs Sportsoldatinnen im deutschen WM-Aufgebot

Mit inzwischen acht WM-Teilnehmerinnen nach den letzten Zugängen von Lira Bajramaj und Kim Kulig ist der 1. FFC Frankfurt im deutschen WM-Aufgebot der am stärksten vertretene Verein. Der größte Arbeitgeber im Kreis der DFB-Auswahl ist die Bundeswehr. Gleich sechs Nationalspielerinnen wechseln immer wieder das Fußballtrikot mit der Uniform und zählen somit zu den derzeit 744 Sportlerinnen und Sportlern in 67 verschiedenen Sportarten, die durch die Bundeswehr und ihre Sportfördergruppen unterstütz werden. Mit den beiden Hauptgefreiten Lena Gößling (25) und Bianca Schmidt (21) sowie der 23-jährigen Stabsgefreiten Babett Peter stehen drei Verteidigerinnen auf der Gehaltsliste des Bundesministeriums für Verteidigung. Im deutschen Mittelfeld spielen die beiden Stabsgefreiten Lira Bajramaj ((23) und Simonea Laudehr (24). Und unter den drei von Silvia Neid nominierten Torhüterinnen befindet sich mit Ursula Holl (29) eine weitere Hauptgefreite.

Für ihren obersten Dienstherren Thomas de Maiziere sind die sechs Sportsoldatinnen Teil eines großen Ganzen, das eine wichtige Mission zu erfüllen hat: „Vielleicht legen durch die WM 2011 viele Männer endlich ihren Hochmut gegenüber dem Frauenfußball ab. Die Frauen spielen elegant und auf technisch hohem Niveau“, sagte der Bundesverteidigungsminister unlängst in einem Interview mit “Bild“.