Kunstrevolte gegen Panini

14. Juni 2010: Die Tschutti-Alben setzen auf Kunst statt Kommerz

Sammeln, kleben, zahlen - pünktlich zur WM verfallen wieder Tausende dem Panini-Prinzip. Eine Gegenbewegung hat sich in der Schweiz formiert: Die Tschutti-Alben setzen auf Kunst statt Kommerz. Dafür sehen die Spieler dann auch entsprechend exotisch aus. Das Tschutti-Prinzip: Jeder WM-Mannschaft wurde ein Künstler oder Illustrator zugeteilt. Dieser sollte Wappen, Trainer und elf Spieler nach eigenem Gusto gestalten. Hinzu kamen 18 WM-Legenden. Insgesamt zählt ein volles Heft mit den 32 Teams, die an der Fußball-WM in Südafrika teilnehmen, 445 Bilder. Die erste Auflage mit 1,4 Millionen Einzelbildern ist in der Schweiz schon ausverkauft. Und der gute Zweck klebt immer mit: In einer Tüte sind 20 Bilder. Pro verkaufte Tüte fließen zehn Cent an das Trinkwasser-Hilfsprojekt  Viva con Agua. Auch in Deutschland gibt es viele Fans. Roger Stilz berichtet für  Spiegel Online über die alternativen Klebebilder.