Kritik auf allen Ebenen

30. April 2012: Uli Hoeneß fordert klare Stellung zur Situation in der Ukraine

Nach Bundespräsident Joachim Gauck haben weitere führende PolitikerInnen klare Signale Richtung Ukraine ausgesendet. Ein Besuch der Europameisterschaftsspiele in der Ukraine komme nur in Frage, wenn die - allem Anschein nach - unrechtmäßige Behandlung der ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko gestoppt würde. Unvorstellbar sei es, unter diesen Bedingungen gemeinsam mit Ukraines Staatspräsident Victor Janukowitsch ein freudiges Fußballfest auf den Tribünen zu feiern.

Bayern-Präsident  Uli Hoeneß fordert bei Spiegel Online auch den Fußball auf, klar Stellung zu beziehen ( kicker.tv). Michel Platini dürfe ruhig an den richtigen Stellen Kritik üben, auch die (deutschen) Nationalspieler sollten sich mit der Thematik befassen und sich einmischen. Ob das auch der DFB wünscht, ist bislang fraglich.

Trotzdem besteht die Hoffnung, dass der Sport in diesem Fall Missstände nicht verheimlicht und damit eine mögliche Instrumetalisierung der Spiele verhindert. Einzig sollte man gewarnt sein: Julia Timoschenkos Inhaftierung ist lediglich ein prominentes Beispiel. Klare Bekenntnisse für Menschenrechte sind auch nötig, sollte die ukrainische Staatsführung sich in dieser Sache noch (rechtzeitig) bewegen.

Nachtrag: Auch der ehemalige DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger fordert eine klare Positionierung, schließt einen kompletten Boykott der EURO allerdings aus. ( FAZ.net)