Julius-Hirsch-Preis 2012

6. September 2012: Diesjährige Preisträger stehen fest

Mit der Stiftung des  Julius Hirsch Preises erinnert der Deutsche Fußball-Bund an den 1943 in Auschwitz ermordeten deutschen Nationalspieler jüdischen Glaubens. Der schnelle und torgefährliche Angriffsspieler gehörte vor dem ersten Weltkrieg zu den populärsten Fußballern Deutschlands und wurde 1910 mit der dem Karlsruher FV und 1914 mit der Spielvereinigung Fürth Deutscher Meister.  Julius Hirsch steht stellvertretend für viele bedeutende jüdische Spieler, Trainer und Funktionäre, die den deutschen Fußball maßgeblich geprägt haben.

Drei im Fanbereich angesiedelte Initiativen aus Kaiserslautern, Berlin und Frankfurt werden in diesem Jahr ausgezeichnet:

Der erste Preis geht an das  Fanprojekt Kaiserslautern. Die Jury würdigte das vorbildliche und entschlossene Vorgehen des Fanprojekts nach Bekanntwerden von antisemitischen Anfeindungen gegen den israelischen Nationalspieler und ehemaligen FCK-Spieler Itay Shechter.

Mit dem zweiten Preis zeichnet die Jury eine Initiative des Berliner Polizeiabschnitts 22 in Kooperation mit Hertha BSC Berlin aus. Im Juli 2011 reisten die Polizeibeamten gemeinsam mit 15 jugendlichen Fans von Hertha BSC ins polnische Oswiecim und besuchten dort im Rahmen eines umfangreichen Bildungsprogramms unter anderem die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.

Das  Frankfurter Fanprojekt erhält den dritten Preis gemeinsam mit den Eintracht-Fanclubs "Schwarze Geier" und "Droogs 99 Frankfurt", die in Kooperation eine knapp einwöchige Reise mit jungen Fans aus dem Rhein-Main-Gebiet und ein umfangreiches Film-, Musik- und Lesungsprogramm in Erinnerung an den Holocaust in Frankfurt unter dem Titel "Im Gedächtnis bleiben" organisierten.

Die drei Sieger werden am Rande des WM-Qualifikationsspiels Deutschland – Schweden am 16. Oktober 2012 in Berlin feierlich ausgezeichnet.

Den ausführlichen Bericht des DFB finden Sie  hier