Julius-Hirsch-Preis 2011

5. Oktober 2011: DFB stellt die Preisträger vor

Der  Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeichnet seit 2005 mit dem Julius-Hirsch-Preis Personen, Initiativen und Vereine aus, die sich gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus engagieren.

Dieses Jahr geht der erste Preis an die Wiesbadener „Jugendinitiative Spiegelbild“ des "Aktiven Museums Spiegelgasse“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die deutsch-jüdische Geschichte in Wiesbaden zu bewahren. Im vergangenen Jahr holte der Verein die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden - Juden im deutschen Fußball“ in die hessische Landeshauptstadt.

Der zweite Preis geht an das Gräfenberger Sportbündnis, einen Zusammenschluss von acht Fußballvereinen, der mit zahlreichen Aktionen dazu beigetragen hat, dass heutzutage keine Neonazis mehr in der fränkischen Kleinstadt aufmarschieren.

Das Fanprojekt „DoppelPass - SVW-Fans gegen Gewalt und Rassismus“ vom SV Waldhof Mannheim ist mit dem dritten Preis ausgezeichnet worden. Rechtsradikale Fangruppen hatten das Image des Traditionsklubs in den 90er-Jahren durch ihr fremdenfeindliches Verhalten stark beschädigt. Seit mehr als zehn Jahren erhebt der „DoppelPass“ seine Stimme gegen die rechte Propaganda.