Im Ghetto war nur der Fußball schön

1. April 2015: Peter Erben erzählt von seiner Zeit als Spieler der Liga Terezín.

Theresienstadt, das vermeintliche Vorzeigeghetto der Nazis, war eine Durchgangsstation in das Vernichtungslager nach Auschwitz. Das Einzige was für die Gefangenen abseits der schweren Arbeit und dem gedrängten Alltag schön war, waren die Freizeitgestaltung und der Fußball.
Die Spieler der "Liga Terezín" waren umjubelt, Tausende schauten zu und jeder kannte den Fußballer Peter Erben. Der Fußball damals sei anders gewesen als heute, sagt er. Es sei nicht gefoult worden, weil eben nicht auf Gras gespielt wurde, sondern auf Kohle. Jemanden dabei zu verletzen sei undenkbar gewesen.

Peter Erben kam 1944 nach Auschwitz ins Arbeitslager und überlebte. Nach dem Krieg engagierte er sich weiter im Sport. Er unterscheidet nicht nach Herkunft oder Hautfarbe, denn: "Wer anständig Fußball spielt, ist mein Freund."

Hier geht’s zum Artikel über Peter Erbens Leben auf der  Website von Zeit-Online.

Zusätzliche Informationen zum  Dokumentarfilm "Liga Terezín" aus dem Jahr 2012, an dessen Entstehung Peter Erben beteiligt war gibt es auf der offiziellen Seite der Doku.