Im Fettnapf

25. August 2010: Oliver Bierhoff und die Atomindustrie

Neben der Causa Adrion beschäftigte den DFB vorgestern jedoch noch eine weitere Angelegenheit, wie  Matti Lieske (Berliner Zeitung) berichtet. Oliver Bierhoff, Teammanager der Nationalmannschaft, hatte sich neben anderen wichtigen Personen aus der Wirtschaft per Zeitungsanzeige gegen einen Atomausstieg ausgesprochen: „Natürlich hat der 42-Jährige das Recht auf seine Meinung und darauf, diese zu äußern. Doch die Initiatoren der Anzeige waren ganz eindeutig nicht an der Meinung des Privatmannes Bierhoff interessiert, sondern an der des DFB-Teammanagers. Die Bereitwilligkeit, mit der dieser ihnen auf den Leim ging, zeigt, dass er nach wie vor freudvoll in jedes sich bietende Fettnäpfchen tritt. Seinen fast schon verlorenen Job beim DFB hatte Oliver Bierhoff nach der WM im Schlepptau von Bundestrainer Joachim Löw und dank der großartigen Auftritte des Teams in Südafrika gerade noch behalten dürfen. Allzu oft sollte er seine Vorgesetzten aber besser nicht in die Lage bringen, den DFB gegen unbedachte Vorstöße seinerseits in Schutz nehmen zu müssen.“