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16. August 2011: Lautsprecher-Attacke gegen BVB-Fans

Beim Auswärtsspiel wurden Fans von Borussia Dortmund mit Pfeiftönen beschallt - immer, wenn sie Schmähgesänge gegen Hoffenheim-Sponsor Dietmar Hopp anstimmten. Nun hat sich ein TSG-Mitarbeiter zu der "Aktion mit scherzhaftem Charakter" bekannt, berichtet  Spiegel Online. Dietmar Hopp selbst hatte schon am Sonntag Stellung genommen. "Wer mich 90 Minuten lang beleidigt, sollte nicht empfindlich reagieren", sagte Hopp der "Rhein-Neckar-Zeitung". Vor rechtlichen Schritten hat er offenbar keine Angst. "Wenn die BVB-Fans Anzeige erstatten, dann müsste ich 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten", wird Hopp an gleicher Stelle zitiert.

Freddie Röckenhaus ( Süddeutsche Zeitung) fordert dagegen eine Bestrafung der TSG Hoffenheim: “Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) müssen den Anfängen wehren, bei denen unliebsame Gesänge der Fans, speziell der Gäste-Fans, mit Sanktionen aus der Schallkanone abgestraft werden. Wenn etwa der FC St. Pauli wegen des Becherwerfens eines Einzelnen mit einer Platzsperre belegt wird, so muss das bei solchen Attacken auf die Ohren der Fans der Maßstab sein. Erst recht, wenn sich der Verdacht bestätigt, dass Offizielle der TSG Hoffenheim an der Aktion zumindest augenzwinkernd beteiligt waren.“