Gold für Hobbergaasen

9. August 2010: Triumph der Erlangerinnen bei den Gay Games

Links: "hopelessly devoted", Mitte: Hobbergaasen, Rechts: Frangnggörls

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur gratuliert den Hobbergaasen (zu dt: Weberknechte) zum Gewinn bei den VIII.  Gay Games, der größten Sport- und Kulturveranstaltung der Welt!
Das Turnier gilt als Weltmeisterschaft der International Gay and Lesbian Football Association (IGLFA), weswegen die Fränkinnen auch den Weltpokal entgegennehmen durften.
Besonders bemerkenswert: auch die Finalgegnerinnen Frangnggörls kommen aus der Metropolregion.

Beide Teams setzten sich in einer spannenden Gruppenphase gegen Teams aus den USA, Deutschland, Holland, Großbritannien und Südafrika durch. Im freundschaftlich geführten aber hart umkämpften Endspiel legten die Frangnggörls in der ersten Halbzeit vor, doch den Hobbergaasen gelang in der letzten Minute der regulären Spielzeit der Ausgleich zum 1:1. Nach einer torlosen Verlängerung brachte schließlich das Elfmeterschießen den 6:5 Erfolg der Erlangerinnen mit Torfrau Andrea Kuhn, Leiterin des  Internationalen Filmfestivals der Menschenrechte.

Mit diesem Erfolg sind die Hobbergaasen eines der erfolgreichsten Frauenfußballteams der Gay Games-Historie. Bereits 1998 hatten die Erlangerinnen Silber bei den Gay Games in Amsterdam sowie 2002 in Sydney gewonnen. Auch auf europäischer Ebene (den sog. EuroGames) gewannen die Hobbergaasen in den letzten 12 Jahren mehrere Medaillen.

Die Goldmedaille von Köln steht dabei für das im Team gelebte Prinzip der Gay Games: Teilhabe, Einbeziehung, Persönliche Bestleistung. Jede Spielerin ist willkommen: die sexuelle Identität spielt im Team ebensowenig eine Rolle wie das Alter der Spielerinnen.