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Global Player Bundesliga: Die weltweite Vermarktung in der Offensive?

Podiumsdiskussion aus der Reihe »Nürnberger Gespräche zur Fußball-Kultur« mit Karl-Heinz Rummenigge, Hans Meyer und Prof. Bernd Frick am 20. Januar 2014 im Presseclub Nürnberg. Hier finden Sie Bilder und einen Pressespiegel.

Nürnberger Gespräche zur Fußball-Kultur, Nr. 7
Deutsche Akademie für Fußball-Kultur in Zusammenarbeit mit dem Presseclub Nürnberg –
und mit besonderer Unterstützung durch das kicker-sportmagazin

»Global Player Bundesliga:

Die weltweite Vermarktung in der Offensive?«

Montag, 20. Januar 2014, 19 Uhr
Marmorsaal des Presseclub Nürnberg, Nürnberger Akademie, Gewerbemuseumsplatz 2;
Eintritt frei, die Zahl der Plätze ist jedoch begrenzt (max. 200), verbindliche Anmeldung deshalb erforderlich bis 15.01.2014 unter

 info(at)fussball-kultur.org – Betreff: Anmeldung 20. Januar

Zum Thema:

Das erste „innerdeutsche“ Champions League-Finale zwischen den hiesigen Marktführern FC Bayern München und Borussia Dortmund im Mai 2013 wurde live in 207 Länder übertragen. Es konnte eine Menge Pluspunkte sammeln: Weltweit wurde das Spiel als hochklassig und spektakulär eingestuft, der deutsche Fußball setzte im internationalen Maßstab so mehr als nur eine Duftmarke. Zudem eilt die Bundesliga insgesamt auch wirtschaftlich von Rekord zu Rekord, bei den Zuschauerzahlen wie bei den Erlösen: Mit aktuell über zwei Milliarden Euro Umsatz hat sie in Europa nur noch die englische Premier League vor sich – und mit einem operativen Ergebnis in einer Größenordnung von etwa 200 Millionen Euro ist sie sogar die gesündeste und profitabelste der fünf europäischen Top-Ligen.

Beste Voraussetzungen, um auch bei der Auslandsvermarktung des deutschen Fußballs zu punkten? So einfach ist die Sache nicht. Dank historischer – politischer wie sportlicher – Traditionen, aber auch wegen sprachlicher Vorteile hinkt man der Premier League auf diesem Feld gehörig hinterher. Doch die Deutsche Fußball Liga (DFL) als Vereinigung der 36 Profi-Klubs zeigt sich fest entschlossen, eine Aufholjagd zu starten. Die Ausgangsposition ist überschaubar: Knapp 50 Millionen Euro konnte die DFL zuletzt aus der internationalen Vermarktung der Rechte ausschütten, und dies exklusiv an die 18 Erstligisten. Zum Vergleich: Die nationale Vermarktung brachte den Bundesligisten zusammen 366 Mio. Euro ein, den Zweitligisten noch einmal knapp 95 Mio. Euro.

Jetzt also ist jeder einzelne Bundesliga-Verein gefordert, sich besser auf dem Weltmarkt zu positionieren. Doch wie unterschiedlich sind hier eigentlich die Rahmenbedingungen? Wie realistisch sind die Zielvorgaben im Einzelnen? Wie hoch könnte der Mehrwert sein und wie fair ließe er sich unter den Profi-Klubs verteilen? Drohen am Ende nicht spanische Verhältnisse auch in Deutschland, wo die beiden Big Player die größten Stücke des Kuchens dauerhaft unter sich teilen werden? Oder sind Trainingslager und Freundschaftsspiele im Ausland auch für die „Kleinen“ ein probates Mittel? Geht es bei der Auslandsvermarktung vorrangig um den Wert von TV-Rechten? Oder sind Merchandising, Werberechte etc. perspektivisch ebenso wichtig? Welche Hoffnungen darf man sich in diesem Zusammenhang auf das „Financial Fairplay“ des Europäischen Fußballverbands UEFA machen? Und wird das bewährte Solidarprinzip im deutschen Fußball durch eine forcierte Auslandsvermarktung eher gestärkt oder ausgehebelt? Darüber diskutieren:

Podium

  • Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, Präsident der European Club Association (Interessenvertretung von über 50 finanzstarken europäischen Klubs); Umsatz des FC Bayern für 2012/2013 laut Geschäftsbericht: 432,8 Mio. Euro

  • Hans Meyer, Ex-Bundesligatrainer sowie Spieler und Trainer in der ehemaligen DDR, seit zweieinhalb Jahren Mitglied im vierköpfigen Präsidium von Borussia Mönchengladbach, Rekordumsatz der Borussia im Geschäftsjahr 2012 laut Bilanz: 122 Mio. Euro

  • Prof. Dr. Bernd Frick, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Paderborn; Sportökonomie zählt zu seinen Forschungsschwerpunkten; Mitglied des Arbeitskreises Sportökonomie; Kenner internationaler Finanzzusammenhänge im Sportgeschäft, u.a. Publikationen zu Besoldungsstrukturen im Profifußball


Moderation: Jörg Jakob (kicker-sportmagazin)